Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge
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10.01.16 – Stunde der Wintervögel: Endergebnisse für Hamburg

Januar 5th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Naturschutz | Termine - (Kommentare deaktiviert)

Stunde der Wintervögel 2016 – Ergebnisse

NABU-Info (Stand 18.01.): In Bundesland Hamburg wurden bislang in 925 Gärten 29.069 Vögel gezählt.1318 Vogelfreunde beteiligten sich.

Zählstatistik des NABU gibt’s hier auf der NABU-Seite (etwas längere Ladezeit weil Abruf aus einerDatenbank).

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10.01.2016

Fleißige Vogelzähler in Hamburg gesucht!

Jeder kann mitmachen. NABU Hamburg ruft zur „Stunde der Wintervögel“ von Freitag-Sonntag, 8. bis 10. Januar 2016 auf

Stift, Notizblock  und ein guter Beobachtungsplatz – mehr ist nicht nötig, um bei der sechsten „Stunde der Wintervögel“ mitzumachen.  Die “Stunde der Wintervögel” ist ein umfassendes Citizen Science Projekt.Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise über langfristige Bestands- und Entwicklungstrends in der Vogelwelt und tragen damit auch zum Vogelschutz bei. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vor allem die so genannten Standvögel, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren.Das Zählen ist ganz einfach. Notieren Sie während Ihrer Beobachtung die höchste Anzahl einer Vogelart, die Sie zeitgleich sehen. Sie sehen beispielsweise 2 Amseln und einige Zeit später sehen Sie 4. Die höchste Anzahl dieser Vogelart, die Sie notieren ist also 4Tolle Zählhilfe zum Ausdrucken.

Was für ein Vogel ist das? Sehr gute Übersichtsseite mit Porträts von 40 Gartenvögeln.

Wie kann man seine Beobachtungen dem NABU melden?

  • Einfach online auf der NABU Seite Wintervögel
  • Meldebogen benutzen Meldebogen ausdrucken (pdf)
  • Oder per Telefon am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr unter 0800-1157-115.
  • Meldeschluss ist der 20. Januar.

Unter den Teilnehmern werden Preise wie ein Trekking-Fahrrad, ein Zeiss-Fernglas und Kosmos-Einkaufgutscheine verlost. Die Auswertung der Meldungen wird im Internet live zu verfolgen sein.

Für alle Interessierten, die eine Einführung in die Vogelwelt Hamburgs erhalten möchten, bietet der NABU Hamburg Führungen an:

In Wandsbek
So., 10.1, 9 Uhr
Führung zur Stunde der Wintervögel in Wandsbek 
NABU Wandsbek
Treff: Wandse-Infopunkt, Sylter Weg 2/ Ecke Walddörfer Str.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos. Spenden sind herzlich willkommen, auch über die Homepage des Nabu Hamburgs möglich.

Buchtipps:

Welcher Gartenvogel ist das?

Vögel füttern – aber richtig

Stunde-der-Gartenvoegel-Nabu

Vogelfotos vom NABU.

20.11.15 – Die Stadt, das Klima und die Bedeutung der Landschaftsachsen

November 20th, 2015 | Posted by RedakteurBO in Klimaschutz | Landschaftsschutz - (Kommentare deaktiviert)

Hamburg im Klimawandel
Der Deutsche Wetterdienst stellt eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels in Hamburg und seinem Umland vor. 

Wichtigste Erkenntnis: Es wird heißer in der Stadt. Andauernde Sommerhitze ist jedoch für manche Menschen geradezu gesundheitsgefährdend. Abkühlung tut Not. Außerordentlich wichtig für die notwendige nächtliche Abkühlung der Innenstadt in heißen Sommern sind Landschaftsachsen. Vor allem wenn sie auch noch bedeutende Kaltluftleitbahnen sind wie die Hummelsbüttler Feldmark.

Wir zitieren hier einige Auszüge aus der Welt online zur Studie:

Sommer in Hamburg werden heißer, Winter nasser

Bis 2050 wird die Durchschnittstemperatur in Hamburg laut einer Studie des Deutschen Wetterdienstes vor allem im Sommer deutlicher ansteigen als im Umland. Schuld daran ist der Wohnungsbau.

“Schon heute verzeichnet eine Großstadt wie Hamburg bis zu zehn Grad höhere Temperaturen als das Umland. Dies wird insbesondere in heißen Sommernächten spürbar. “Dort ist nun eine weitere Verstärkung der Wärmebelastung zu erwarten”, sagt DWD-Vizepräsident Paul Becker. Erfahrungsgemäß sei es in den dichtbesiedelten, citynahen Stadtteilen am wärmsten.”

“Sorgen machen Becker der demografische Mangel, da alte Menschen eher unter der Hitze leiden, sowie die heißen Nächte, die eine für die Gesundheit wichtige Abkühlung verhindern: Zurzeit erleben die Hamburger etwa jedes zweite Jahr eine Tropennacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Künftig soll es durchschnittlich jedes Jahr eine geben.”
Quelle: Die Welt online vom 20.10.2015

“Die CDU-Opposition fordert angesichts dieser Erkenntnisse vom Senat, die Auswirkungen des Klimawandels bei der baulichen Verdichtung zu berücksichtigen. “Rot-Grün muss vor dem Hintergrund der Studie die Entscheidung, Grünflächen zukünftig mit Großsiedlungen zu bebauen, überdenken“, sagt die Abgeordnete Birgit Stöver.”

[Umweltsenator] Kerstan nannte Möglichkeiten: “Wichtig ist insbesondere der Erhalt unserer Landschaftsachsen, Parkanlagen und Straßenbäume.
Quelle: Die Welt vom 20.11.2015    Weiterer Bericht zur Studie im Abendblatt.

[Hervorhebungen im Text durch die IgHM]

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Polarbären: Arktische Opfer des weltweiten Klimawandels

Eisbaer-am-Verhungern

Verhungernder Eisbär.
© Facebook/Kerstin Langenberger

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Initiative hatte bereits Ende September 2015 folgenden Beitrag auf dieser Homepage veröffentlicht.

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21. September 2015

Die Stadt, das Klima und das Luftwunder Hummelsbüttler Feldmark

Vom 21.- 24. September findet in Hamburg die 10. Deutsche Klimatagung statt. Die ersten Erkenntnisse lassen aufhorchen: Die Erderwärmung schreitet weiter voran und in Deutschland gab es in diesem Jahrhundert bereits die sieben wärmsten Jahre seit der Wetteraufzeichnung. Hitzestress und hohe Luftbelastung werden zukünftig während der Sommertage in den Innenstädten bedenklich zunehmen. Hier setzt die immense Bedeutung von Landschaftsachsen, wie der Hummelsbüttler Feldmark, am Rande der Städte ein.

Hummelsbuettler-Achse
Quelle: Transparenzportal Hamburg

Landschaftsachsen sind kaum oder wenig bebaute langgezogene offene Bodenfläche. Sie speichern besonders gut die nächtliche Feuchtigkeit und führen sie zusammen mit frischer Kaltluft aus dem Umland tief in die Stadt. Somit sorgen sie nach heißen Sommertagen für Abkühlung sowie Luftausgleich und tragen zur Verringerung der  Luftbelastung in den Innenstädten bei. Der Schutz dieser Frischluftkorridore könnte in naher Zukunft bei Hitzewellen für viele chronisch Kranke lebensrettend sein.

Schon im Herbst 2013 stellten wir Texte aus offiziellen Gutachten und Studien zur vielfältigen Bedeutung der Hummelsbüttler Feldmark für die Stadt Hamburg auf unsere Homepage. Die Klimatagung in Hamburg ist ein guter Anlass, sich nochmals mit dieser Feldmark zu beschäftigen.
Zusammenfassung unserer Webseite “Feldmark” (PDF)” 

Info-Broschüre Landschaftsachsenmodell
“Landschaftsprogramm Hamburg - Landschaftsachsenmodell - Gutachten im Auftrag der Umweltbehörde – Amt für Landschaftsplanung von 1985

18.11.15 – Erweiterung der Deponie Ihlenberg geplant

November 18th, 2015 | Posted by RedakteurBO in Aktive - (Kommentare deaktiviert)

Deponien im Fokus – Die Altlasten der Zukunft

Deponien sind weltweit ungeliebte Zeugnisse der schnelle Industrialisierung und des Aufstiegs der chemischen Industrie mit Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die chemische Industrie in vielen Bereichen, insbesondere in der Pharmazie und der Medizin, großen Segen für die Menscheit brachte. Leider kümmerte man sich in den Anfangsjahrzehnten lange nicht um eine gesicherte Entsorgung der Abfallprodukte. Umweltschutz war bis in die 1970er Jahre ein Fremdwort. Bis heute zum Schaden von Mensch und Umwelt in der Umgebung der alten Deponien.

Nun hat der NDR vermeldet, dass die Deponie Ihlenberg (Mecklenburg-Vorpommern) erweitern will.

Im Gegensatz zur geplanten Deponie der Klasse I in der Hummelsbüttler Feldmark besitzt die Deponie Ihlenberg die Deponieklasse III. Wie die Altdeponien in der Feldmark und die Altdeponie Georgswerder besitzt auch Ihlenberg eine mehr als unrühmliche Vergangenheit.

“Größte Sondermülldeponie Europas”

“Die Deponie auf dem Ihlenberg ist die größte Sondermülldeponie Europas. Die gesamte Fläche des Betriebes beträgt 165 Hektar, 113 Hektar umfasst die Deponiefläche mit Altteil und aktivem Bereich. Im neuen Teil wurden bis Ende 2012 etwa 800.000 Tonnen eingelagert – ein Großteil davon sind sogenannte gefährliche oder schadstoffbelastete Sonderabfälle. Die landeseigene Deponie beschäftigt rund 130 Mitarbeiter.”
Quellezitat: NDR-Bericht vom 18.11.15 “Deponie Ihlenberg will erweitern”

Lesetipps:

Deponie Ihlenberg
Wikipedia-Artikel

Energieberg Georgswerder: Der gebändigte Drache
NDR-Bericht vom 15.04.2014

25 Jahre Sanierung Deponie Georgswerder
Homepage BSU undatiert (Abruf am 18.11.2015)

 

 

01.04.2015 – Grosse Putze bzw. “Gesoffen wird stadtauswärts”

April 1st, 2015 | Posted by RedakteurBO in Aktive | Naturschutz - (Kommentare deaktiviert)

31. März 2015

Hamburg räumt auf  - auch in der Feldmark große Putze

Eine kleine Truppe unserer Initiative “IgHM” beteiligte sich dieses Jahr am vorangegangenen Wochenende an der großen Aktion “Hamburg räumt auf“. Eine jährlich wiederkehrende Aktion der Umweltbehörde (BSU), die wir zum ersten Mal und gerne unterstützen.

Das Sammelgebiet? Die nördliche Hummelsbüttler Feldmark: Am Hummelsee-Parkplatz, entlang der nördlichen Glashütter Landstraße sowie am Glashütter Stieg. Siehe Karte

Das Fazit der 2stündigen Sammelaktion? Stadtauswärts wird gesoffen – und zwar was das Zeug hält.

An der Glashütter Landstraße Richtung Norderstedt holten wir eine große Anzahl von sogenannten Flachmännern (kleine Schnapsflaschen) aus dem Straßengraben und dem Gebüsch. Ansonsten vor allem etliche Plastiktüten, Snacktüten, Plastikfetzen, lange Plastikpanelen, Sekt- und Weinflaschen und einen halben verrosteten Grill.

Die kleine Aktion in Bildern

Zu Beginn noch mit leeren Tüten am Parkplatz Hummelsee. Das Wetter hält.

HH-raeumt-auf-Ighm-05

Start der Sammeltour

HH-raeumt-auf-Ighm-06

Zwischenstation an der Einfahrt zum Hummelsee-Parkplatz

HH-raeumt-auf-Ighm-08

Mühsam die Müllsammlung in den Knicks, aber wir wissen, dass über 1.000 Initiativen/Gruppen hamburgweit sammeln. Eine gute Motivation.

Geschafft! Und das waren noch nicht alle Säcke. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei! Sie auch?

HH-raeumt-auf-Ighm-13

Dem Gewicht der vielen “Flachmännern” sei Dank flogen die Säcke bis zur Abholung nach dem Sturm-Dienstag nicht davon. Bleibt nur noch die Frage “Wie schafft es ein Autofahrer von der Fahrerseite aus (Straßenmitte) einen Flachmann nach rechts in den Graben zu schleudern? Übers Autodach oder durchs Beifahrerfenster? Man möchte es gar nicht wissen.

29.01.2015 – Deponie-Infoabend mit Hamburger Politikern

Januar 17th, 2015 | Posted by RedakteurBO in Politik | Termine - (Kommentare deaktiviert)

EINLADUNG
zur Infoveranstaltung der Interessengemeinschaft “Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge”

Donnerstag, 29. Januar 2015 um 19 Uhr 

Aula der Stadtteilschule Am Heidberg – Tangstedter Landstraße 300 (HH-Langenhorn)

Was Sie von diesem Deponie-Info-Abend erwarten dürfen:
Kurzvorträge, Fragerunde und Hamburger Bürgerschaftspolitiker

  • Wir liefern neue Details zur Deponieplanung und stellen uns Ihren Fragen.
  • Wir lassen * erstmalig*  Spitzenpolitiker aus der Hamburger Bürgerschaft
    Position zur neuen Deponieplanung und der Zukunft der Hummelsbüttler Feldmark beziehen.
  • Wir haben weitere Bürgerschaftsabgeordnete aus den Wahlkreisen 10 (Langenhorn u.a.) und 13 (Poppenbüttel, Hummelsbüttel u.a.) zu Gast.

Lassen Sie sich das nicht entgehen.

Karte für die Anfahrt zum Infoabend (Quelle: google maps)

15.09.2014 – Hummelsee fällt trocken

September 15th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Landschaftsschutz | Naturschutz - (Kommentare deaktiviert)

Update 17.09.14

Natürliches Phänomen >Hummelsee-Ostufer fällt trocken

Der Hummelsee ist am Ostufer ausgetrocknet und es handelt sich um ein wiederkehrendes natürliches Phänomen. Dies geht bereits aus einem Bericht des Wochenblatts “Markt” zurück. Darin wird der Hamburgische Angelsportverband (Pächter des Hummelsees) mit folgenden Worten zitiert “Die dem Schutzgebiet benachbarte Fläche fällt mittlerweile seit Jahren regelmäßig im Hochsommer trocken.”

Quelle: Markt extra vom 13.09.2014, S. 16

Entstehungsgeschichte des Hummelsees

Der Hummelsee (früher Borchert-See) wurde erst Ende der 1970er Jahren im Zuge der Ausbaggerung von Sand und Kies geschaffen. Die frühere Grube wurde als einzige von drei-vier Gruben nicht als “Bauschutt”deponie genutzt. Siehe auch unsere Chronologie-Seite.

 

Hummelsee-Herbst-2014-08

Immer unter Überwachung

Im Jahr 1990 antwortete der Hamburger Senat auf eine Anfrage nach der Belastung des Hummelsees:
“Nach den biologischen Befunden weist der See eine mittlere Belastung auf. Ein Zutritt von größeren Mengen an belastetem Deponiesickerwasser konnte bisher nicht nachgewiesen werden.” (Antwort des Senats auf die Kleine Anfrage v. 2.10.1990/Drucksache 13/6828)

 

Die Zukunft des Hummelsees – offizielles Badegewässer?

Die SPD Wandsbek möchte den Hummelsee zum offiziellen Badesee erklären lassen. Bisher war der Hummelsee für das Baden gesperrt. Im Rahmen dieser SPD-Initiative nach einer Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Dennis Thering gibt es weitere offizielle Aussagen (siehe unten) zur Überwachung des Hummelsees.

Hummelsee-Blick-vom-Parkplatz-auf-Zelte-2013-07

 

Alles paletti ….
“Die seit Jahren einmal jährlich durchgeführten Wasseruntersuchungen gemäß Badegewässerverordnung (bakteriologische Untersuchungen) deuten daraufhin, dass der Hummelsee diesbezüglich Badegewässerqualität aufweist.” [...]

… oder doch nicht?
“Ein negativer Einfluss der Deponie auf die Wasserqualität des Hummelsees konnte im Rahmen  der Deponieüberwachung bisher nicht festgestellt werden. Sollte der See als Badegewässer ausgewiesen werden, wäre zu klären ob aus Vorsorgegründen die Untersuchung auf deponierelevante Parameter häufiger durchgeführt werden müsste.”

Quelle: “Eindeutige Beschilderung des Hummelsees zur Bade- und Schwimmnutzung. Beschluss der Bezirksversammlung vom 15.05.2014

11.09.2014 – Hamburgs Verwaltung wird gläsern

September 11th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Behörden - (0 Comments)

11. September 2014

Hamburgs Verwaltung wird gläsern

Als Bürgerinitiative sind wir für eine sachliche Darstellung und Diskussion unseres “Problembergs” auch auf Daten aus der Hamburger Verwaltung angewiesen. Recherche (wann, was, wo) und die Auskunftsersuchungen (welche Behörde, welches Amt ist zuständig) kosten enorm viel Zeit.

Das könnte in Zukunft eventuell einfacher werden, denn Hamburg hat an diesem Donnerstag das “Open Data Portal Hamburg” freigeschaltet. (Zum offiziellen Start wurde daraus das Hamburger Transparenzportal). Das Portal liefert online frei zugänglich Daten aus allen Bereichen der Hamburger Verwaltung. Auch Daten aus dem Bereich Umwelt & Klima (vielleicht aber nicht die, die man braucht).

Trotzdem, es ist schon eine kleine Revolution für Hamburg. Aber “Open Data Hamburg”  ist nicht das erste Portal seiner Art. Im Februar 2013 wurde “GovData Deutschland” freigeschaltet. In anderen Bundesländern und Staaten – vor allem in  Skandinavien – ist man schon länger sehr viel gläserner.

Der Jubel über solche Initiativen wird leider immer schnell getrübt durch folgende Erkenntnisse:

  • Diese Portale starten mit nur einem kleinen Satz an Daten, verglichen mit dem Gesamtbestand vorhandener Daten.
  • Das Auffüllen der Portale mit Daten verliert einige Zeit nach dem Start des Portals an Elan,  weil die Öffentlichen Verwaltungen sowieso an zeitlichen und personellen Verknappungen leiden.
  • Alte Datenbestände (z.B. Bodenbelastung  seit 1960 usw.) in ein Portal einzustellen hat zumeist wenigPriorität.
  • Die Entscheidung, welche Daten bereitgestellt werden, ist oft nicht nachvollziehbar
  • Die Nutzerfreundlichkeit bzw. die Suchoptionen sind in diesen Portalen oft problematisch.
  • Die zum Download angebotenen Datenformate sind sicher, aber zumeist nicht sehr bekannt und überfordern nicht IT-bewandte Menschen.

LESENSWERT > ”Hamburg wird Deutschlands erste gläserne Stadt” (Welt online vom 11.09.2014)

Trotz alledem, ein PROST auf Hamburgs Datenportal.
Möge das Portal lange leben und sich füllen!

Sektfflasche

Open Data - das Datenportal für Hamburg mit Daten aller Verwaltungsebenen.
http://daten.hamburg.de/

Zum Start ist “Open Data”  leider überlastet. Erfreulicherweise wird aktiv am Portal weitergearbeitet.

Der Bereich Umwelt & Klima lieferte übrigens am ersten Tag 103 Ergebnisse.

GovData- Datenportal für Deutschland mit (bisher wenig) Daten aller Verwaltungsebenen
https://www.govdata.de/

Wikipedia-Artikel zum Thema “Open Government Data”

http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Government_Data

Presseberichte

NDR: Hamburg öffnet seine Aktenschränke. Zum Online-Bericht >

Hamburger Abendblatt: Hamburger Transparenzportal ab sofort für jeden verfügbar. Zum Online-Artikel >

Frankfurter Rundschau: Hamburgs Verwaltung öffnet Aktenschränke. Zum Online-Artikel >

TAZ: Wie Google für Akten und Behörden. Zum Online-Artikel >

03.07.2014 – Der verseuchte Elbtunnel

Juli 3rd, 2014 | Posted by RedakteurBO in Altlasten | Politik - (0 Comments)

Gift im Boden – nicht für die Ewigkeit verschwunden

Industrialisierung und die chemische Industrie brachten im 20. Jahrhundert nicht nur Wohlstand und Segen in die westliche Welt sondern – lange Zeit durch Unkenntnis und laschen Umgang mit giftigen Substanzen- eine ewig währende giftige Bodenlast, die durch Bauprojekte und Sanierungen immer wieder ans Licht kommt.

An diesem Juli-Tag titelte das Abendblatt Folgendes:

“CDU warnt vor Gift im Boden des Alten Elbtunnels -
Der Boden der Weströhre ist mit giftigen Substanzen belastet.
Die CDU fordert schnelle Beseitigung.”

Während ganz Hamburg bei solch einer Meldung kurz aufmerkt und sich vielleicht über die Kostensteigerung aufregt, gibt es im Norden Hamburgs eine große Gruppe von Menschen, die bei solch einer Meldung zusammenzuckt. Viele werden sich insgeheim denken: “Hoffentlich kommen nicht Teile dieses Schiets nächstes Jahr in die Hummelsbüttler Feldmark.”

Denn … sollte das Planfeststellungsverfahren für eine neue Deponie der Klasse I in der Hummelsbüttler Feldmark zugunsten des privaten Entsorgungsunternehmens ausfallen, könnte das Unternehmen für ca. 10-11 Jahre quasi ein Monopol auf Aufträge zur Abtragung von belasteten Böden der Schadstoffkategorie I in Hamburg bekommen und wäre damit der absolute Platzhirsch in der Bodenentsorgungsbranche.

Ein schöner Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, aber ein Alptraum für die Hummelsbüttler Feldmark, die genug verborgene Altlasten für Jahrhunderte in sich trägt.

Wir hoffen jedoch,

  • dass die geballte Ladung an Fakten das neue Deponievorhaben in der Feldmark ad absurdum führen wird und
  • dass Hamburg in der Abfallwirtschaft- wie bisher – mit den umliegenden Flächenstaaten weiterhin eng kooperiert und
  • dass neue Deponiestandorte nur im Umland UND nur dort geplant werden, wo weder Mensch noch Tier noch Umwelt noch Altlasten gefährdet werden könnten.

Abendblatt-Quelle (Online nur für Abonnenten zugänglich):
http://www.abendblatt.de/hamburg/article129728970/CDU-warnt-vor-Gift-im-Boden-des-Alten-Elbtunnels.html

Privatfoto: Ablagerungen auf der noch offenen alten Bauschutt-Deponie (2013)

Muellberge-oben-Kiesberg-2013-07

 

 

 

 

 

 

18.06.2014 – Der grosse und der kleine Giftberg

Juni 18th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Altlasten | Politik - (0 Comments)

18.06.2014 

Der große und der kleine Giftberg

Was der Monte Mortale (Georgswerder) und der Monte Müll (Hummelsbüttel) sehr wahrscheinlich gemeinsam haben: Giftmüll in sich

Am 15. Juni berichtete das Hamburg Journal in der Rubrik ”Hamburg Damals“ über den Beginn des größten Dioxin-Skandal Europas (1983).  Seither liefert der Giftmüllberg Georgswerder - eine der größten Deponien Deutschlands – Schlagzeilen. Zuletzt als Vorzeigeprojekt der Stadt, nach einer Sanierung, die nahezu eine halbe Milliarde Euro gekostet hat.

Georgswerder war zwar der Mega-GAU unter den Deponien, aber nicht die einzige Deponie in Hamburg, auf der z.T. bis in die 1980er Jahre legal oder illegal Giftmüll entsorgt wurde. Dies war bereits Anfang der 1970er Jahre bekannt.

„Auf der Kippe in Georgswerder wird der Wagen entladen. Jedesmal, wenn die Grube voll ist, wird sie angebrannt. Am Tage sitzt ein Wärter am Tor, nachts ist das Tor abgeschlossen. Seitdem bekannt ist, daß Transportunternehmen ihren giftigen Industriemüll mit Vorliebe, aber ohne Erlaubnis bei Nacht und Nebel auf fremden Kippen abladen, wird die Hamburger Müllkippe wie Fort Knox, als noch Gold drin war, bewacht.“ Quelle: „Der Schiet muss von der Straße“ DIE ZEIT, 3.9.1971 Nr. 36

Wurde auch in die früheren Bodendeponien Borchert und Herr (heutige Müllberge) illegal Giftmüll entsorgt? Es gab schon immer Hinweise darauf (siehe „Was steckt im Poppenbüttler Müllberg drin?).

Eine sehr wichtige Frage lautet:
War und ist der Umweltbehörde selbst bekannt, dass auch in die Altdeponien Borchert und Herr sehr wahrscheinlich illegal Giftmüll eingelagert wurde?

Ein Abendblatt-Artikel aus dem Jahr 1984 scheint diese zu bestätigen. Der Hintergrund des Artikels: Der Dioxin-Skandal von Georgswerder. Unter der Überschrift „20 Plätze sind der Behörde bekannt“ berichtete das Abendblatt am 23.02.1984 (S.4) Folgendes:

„In Hamburg gibt es mehr als 20 ehemalige Industriemüllkippen, die von der Umweltbehörde überwacht werden.“

Bei der Auflistung unter „Bezirk Wandsbek“ dann tatsächlich der Hinweis “ Hummelsbüttel, Glashütter Landstraße“.

Handelt es sich dabei um die Altdeponien Borchert und Herr? (siehe dazu die Chronologie)

Diese Frage kann und muss die heutige Umweltbehörde beantworten und das unabhängig vom laufenden Planfeststellungsverfahren.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und betonen erneut unsere Forderungen:

  • Begrabung aller Deponiepläne in der Hummelsbüttler Feldmark
  • Prüfung der Altdeponien auf Sanierungsbedarf und strengere Überwachung der Altlasten
  • Wiederaufnahme der geplanten Deponiefläche an der Glashütter Landstraße ins Landschaftsschutzgebiet

25.05.2014 – Hamburg hat gewählt

Mai 25th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Politik - (0 Comments)

Was sagten die Bezirksfraktionen vor der Wahl? 

Sie finden die Stellungnahmen auf unserer  Politik-Seite.  Eine Stellungnahme wurde von uns kommentiert.

Die Auszähung für die Bezirkswahl findet an diesem Montag, 26. Mai, ab 8 Uhr statt.

Das Statistische Amt für HH und SH stellt am Montag auf folgender Seite die Ergebnisse der Wahlen in Hamburg vor.

http://www.wahlen-hamburg.de/portal.php

Die Ergebnisse früherer Wahlen in Hamburg sind auf folgender Statistik-Nord-Seite nachlesbar.

http://www.statistik-nord.de/wahlen/wahlen-in-hamburg/

Nächste Wahl in Hamburg: Bürgerschaftswahl im Februar 2015

Muellberge-oben-Kiesberg-2013-07

Foto: Müllberge von oben, nördlicher Teil, im Bereich der geplanten Deponiefläche

Welche Macht haben denn die Bezirke überhaupt?
Die Zuständigkeit für alle Deponien liegt seit über 2 Jahrzehnten bei der Hamburger Umweltbehörde (heutige BSU).

Somit ist politisch der Hamburgische Senat zuständig.

ABER: Auch wenn das Planfeststellungsverfahren zur Einrichtung einer privaten Bodendeponie bereits seit August 2013 läuft, sollten Bezirksfraktionen eine Meinung zu den umstrittenen Deponieplänen haben.