Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge
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WIR RÄUMEN DIE FELDMARK AUF - also teilweise :-)

Machen Sie mit.

Wir benötigen jede Hand, um die Knicks wieder von Müll zu befreien. Schreiben Sie eine kurze Mail an muelldeponie@gmx.org (wär’ super) oder kommen Sie spontan dazu.

HH-raeumt-auf-Ighm-08Unsere Interessengemeinschaft beteiligt sich bereits das dritte Jahr an der Aktion Hamburg räumt auf

Termin: Samstag, 25. März von 10 – 12 Uhr

  • Treffpunkt: Wakendorfer Weg, Ecke Jersbeker Weg. Parkplätze im Wakendorfer Weg vorhanden. Buslinie 192 ab Langenhorn Markt, Ausstieg “Hasloher Kehre”.
  • Sammelgebiet: Hummelsee-Zufahrt, nördliche Glashütter Landstraße (Graben und Knicks) sowie Glashütter Stieg/Wildes Moor
  • Ausrüstung:  Alte Handschuhe. Alte Grillzangen wären super zum Müll-aus-den-Knicks-rausfischen. Wir sorgen für die Anmeldung bei “Hamburg räumt auf”, sowie für Arbeitshandschuhe und die Müllsäcke.
  • Naturschutz: Bitte vorsichtig beim Müllsammeln in den Knicks. Bodenbrütende Vögel und Erdhummel-Burgen könnten gestört werden.
    Mehr Hinweise dazu gibt’s auf der NABU-Seite.

Impressionen vom letzten Jahr:  “KADAVER, STARKSTROM, FLACHMÄNNER”

Karte-Feldmark-Treffpunkt-Aufraeumen

Sa 08.10.16 – NABU-Biotoppflege im Rothsteinsmoor (Langenhorn)

September 30th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Naturschutz | Termine - (Kommentare deaktiviert)

Machen Sie mit!  NABU-AKTION in Langenhorn

Biotop-Pflegeeinsatz im ROTHSTEINMOOR (nordöstlich des Flughafens, unterhalb des Krohnstiegs > KARTE)

Das Naturschutzgebiet Rothsteinmoor soll sich zu einem Trittsteinbiotop entwickeln. Damit ist eine Vernetzung der moorspezifischen Flora- und Fauna von Raakmoor, Hummelsbütteler Mooren und dem Rothsteinmoor gemeint. Nähere Infos dazu siehe Beitrag NSG Rothsteinmoor (Umweltbehörde).

Detailinformationen
  Datum
Samstag, 08.10.2016,  ab 10:00 Uhr  bis 14:00 Uhr
  Thema Biotoppflege im Rothsteinsmoor (Pflegeeinsatz)
  PLZ, Ort
Bundesland
22415, Hamburg-Langenhorn Hamburg
  Beschreibung Wetterfeste Kleidung und Gummistiefel mitbringen. Imbiss wird gestellt.Zur Planung bitte bei Jürgen Hoppe anmelden unter juergen.hoppe@wtnet.de / NABU Langenhorn/Fuhlsbüttel /Treff: Tor am Buswendeplatz Krohnstiegtunnel /
  Informationen Kontaktdaten: Jürgen Hoppe, juergen.hoppe@wtnet.de

NABU-TERMINE für Hamburg

NABU-STADTTEILGRUPPE Langenhorn-Fuhlsbüttel

Fachtagung: Stadtentwicklung und Naturschutz in Hamburg

Datum: Freitag 24.06.16
Ort: HCU Hamburg, Überseeallee 16, 20457 Hamburg 
Zeit: 09:00 – 16:30
Programm (link):
Organisator: BUND Hamburg, HCU Hamburg

Hamburgs Stadtentwicklung steht vor großen Herausforderungen. Stetig wachsende Bevölkerungs-zahlen führen zu einer kontinuierlich steigenden Nachfrage nach zusätzlichem Wohnraum. Diese Entwicklungen werden dadurch verstärkt, dass auf-grund internationaler Krisen auch in Hamburg täglich Geflüchtete ankommen, deren Unterbringung eine wichtige humanitäre Aufgabe darstellt.

Hamburg verfügt als Stadtstaat allerdings nur über begrenzte Flächenressourcen. Der Siedlungsdruck auf die Freiflächen steigt und stellt somit auch den Hamburger Naturschutz vor große Herausforderungen.

Die Fachtagung greift dieses Spannungsfeld auf. Gemeinsam mit VertreterInnen aus Politik, Verwaltung, Wissenschaft und dem NGO-Bereich wollen wir mögliche Lösungsansätze diskutieren und zu einem nachhaltigen Miteinander von Stadtentwicklung und Naturschutz in Hamburg und der Metropolregion beitragen.

Kontakt: BUND Hamburg, Lange Reihe 29, 20099 Hamburg, Tel.: 040 / 600 387 0,

Anmeldung via E-Mail:bund.hamburg@bund.net
Kostenbeitrag: 20,- € / 7,- € (Studierende), zu zahlen in bar bei Ihrer Ankunft.

Infos von der Veranstaltungsseite der HCU

18.06.16 (Sa) NABU-Spaziergang im Wittmoor: “Was singt denn da?”

Juni 8th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Naturschutz - (Kommentare deaktiviert)

NABU-Hamburg-AKTION “WAS SINGT DENN DA?”
Spaziergänge zum Kennenlernen der heimischen Vogelwelt

NABU Foto von Stieglitz Copyright Frank-Derer
NABU Copyright Frank Derer

Letzter Termin für Wittmoor-Begehung
Samstag 18 Juni um 16:00 Uhr
Treffpunkt: HVV Busstopp 276 Fiersbarg
Führung: Michael Obladen (NABU Alstertal). Mehr “Was singt denn da?”- Termine in Hamburg.
Wittmoor und Hummelsbütteler Feldmar sind Teil des angestrebten Hamburger Biotop-Verbundsystems.

 

 

BUND und NABU Hamburg sendeten Referenten zur Gemeinschaftssitzung dreier Ausschüsse in Wandsbek

Top-Thema: Bebauungsplanverfahren in der Hummelsbütteler Feldmark. Einleitung der Sitzung durch Referentenvorträge.

Ergebnisse der von Bürgern sehr gut besuchten Sitzung: 

  • Die Referenten aus der Umweltbehörde betonten die hohe landschaftliche, rekreative und klimatologische Bedeutung der Feldmark, sahen aber keine Probleme für die vom Senat geplanten Bebauungen.
  • Die Referenten der Umweltverbände kamen zu einer anderen Einschätzung der Sachlage und lehnten die Bebauung der Feldmark komplett ab.
  • Angesichts der zum Teil unbefriedigenden Antworten der Behördenreferenten auf Politikernachfragen wurden weitere Entscheidungen zur Hummelsbütteler Feldmark vom Planungsausschuss  vertagt.
  • Politiker der Grünen forderten die Referenten des BUND und NABU ergebnislos dazu auf, ad hoc Ausgleichsmaßnahmen für die Bebauungen zu nennen. Die Umweltschützer sind nicht bereit, den Schutz der Feldmark aufzugeben.
  • Aufgrund der Kritik der Oppositionsparteien und Initiativen wird die Wandsbeker Behörde ein Mikroklima-Gutachten zu den Feldmark-Standorten in Auftrag gegeben. Ergebnisse sollen innerhalb von 6 Wochen nach Auftragvergabe vorliegen. Das Gutachten soll ausschließlich klären, wie die geplante Bebauung bzw. die Anordnung der Bauten klimaverträglich gestalten werden muss. Kritik an dieser Vorab-Zielsetzung für das Gutachten kam von den Oppositionsparteien und anwesenden Bürgern.

Folgende Ausschüsse tagten gemeinsam

Vortragende Referenten der Hamburger Umweltverbände

  • BUND – Bund für Umwelt und Naturschutz: Manfred Braasch, Geschäftsführer des BUND Hamburg
  • NABU – Naturschutzbund: Bernd Quellmalz, stellv. Geschäftsführer

Vortragende Abteilungen der Hamburger Umweltbehörde (BUE) 

Infos zur Sitzung siehe auch  WUZ - Waldörfer Umwelt-Zeitung vom 6. April 2016

09.04.16 – Wir räumen die Feldmark auf

April 3rd, 2016 | Posted by RedakteurBO in Naturschutz - (Kommentare deaktiviert)

WIR RÄUMEN DIE FELDMARK AUF - Naja, nicht die ganze Feldmark :-)

Machen Sie mit. Wir benötigen jede Hand, um die Knicks von Müll zu befreien

HH-raeumt-auf-Ighm-08Unsere Interessengemeinschaft beteiligt sich auch dieses Jahr wieder an der Aktion Hamburg räumt auf. Dieses Mal in Kooperation mit der NABU Stadtteilgruppe Alstertal.

Termin: Samstag, 9. April 2016

  • Treffpunkt: Wakendorfer Weg, Ecke Jersbeker Weg. Parkplätze im Wakendorfer Weg vorhanden. Buslinie 192 ab Langenhorn Markt, Ausstieg “Hasloher Kehre”.
  • Sammelgebiet: Hummelsee-Parkplatz und Zufahrt, nördliche Glashütter Landstraße (Graben und Knicks) und dann Glashütter Stieg bis Wildes Moor
  • Ausrüstung:  Arbeitskleidung und gute Laune. Alte Grillzangen wären super zum Müll-aus-den-Knicks-rausfischen. Wir sorgen für die Anmeldung bei “Hamburg räumt auf”, sowie für Arbeitshandschuhe und die Müllsäcke.
  • Naturschutz: Bitte vorsichtig beim Müllsammeln in den Knicks. Bodenbrütende Vögel und Erdhummel-Burgen könnten gestört werden.
    Mehr Hinweise gibt’s auf der NABU-Seite.

Ausstellung “EIN BERG GEHT DURCH DIE STADT”

Herzliche Einladung zur VERNISSAGE im Langenhorner Bürgerhaus
am Fr 11. März, 16.30 – 18.30 Uhr – Ausstellungsstart 19 Uhr

Vernissage-Bild-3

In der Vernissage wird die Kunst gegen den Hummelsbütteler „Müllberg“ (auch Langenhorner Alpen genannt) im Hamburger Stadtteil Langenhorn der Öffentlichkeit präsentiert.  Nach den Ausstellungen in Poppenbüttel, Fuhlsbüttel und Eppendorf ist es eine Heimkehr an den Rand der Hummelsbütteler Feldmark.

*Alle Bilder stehen jetzt zum Verkauf bereit*

 

Vernissage-Bild-2

„Ein Berg geht durch die Stadt!“

Diesem Motto sind Hamburger Künstler gefolgt, die sich für eine Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge einsetzen. Sie unterstützen damit die gleichnamige im Jahr 2013 gegründete Bürgerinitiative und kämpfen darum, die Hummelsbütteler Feldmark im Norden Hamburgs in ihrer jetzigen Form zu erhalten.

 

Mit ihren Bildern reagieren die Künstler auf die Pläne der Stadt,  eine neue private Deponie für schadstoffbelasteten Boden- und Bauschutt (Deponieklasse I) genehmigen zu lassen.

Ein ganzes Jahrzehnt lang könnte somit östlich der Glashütter Landstraße –  am Fuße und an der Flanke des alten Müllbergs –  erneut belasteter Boden und Schutt bis zu einer Höhe von 40 Metern ab Bodengleiche aufgetürmt werden,  in unmittelbarer Nachbarschaft zu alten und eventuell neuen Wohngebieten unserer „wachsenden Stadt“ –  im Landschaftsschutzgebiet “Hummelsbütteler Feldmark”.

Die Kunst der Künstler wird zum Aufruf
Der heute grüne „Hummelsbüttler Berg“ ist einendes Motiv für alle. Die Künstler wollen dieses „Wahrzeichen des Nordens“ stadtbekannt machen mit ihren Bildern.

 

Vernissage-Bild-4Den sagenhaften Rundblick von oben bis hinüber zum Fernsehturm
Den nebelumschlungenen Gipfel im Morgenlicht
Den „Knall“ des Tages, an dem der „Giftberg“ explodiert
Die Mittel der Künstler sind dabei so unterschiedlich wie die Künstler selbst: Fotografie und Acryl, Öl und Aquarell. Die Künstler selbst sind junge Sprayer oder „alte Hasen“.
Alle Künstler haben ihre Werke der Bürgerinitiative gestiftet. Der Erlös aus dem Verkauf kommt der Arbeit der Initiative zugute.

Vernissage-Bild-5Die Interessengemeinschaft “Hummelsbüttler Müllberge” (IgHM) und der Langenhorner Bürgerverein freuen sich auf Ihren Besuch am

Freitag, 11. März 2016 ab 16.30 Uhr
im  Bürgerhaus Langenhorn, Tangstedter Landstraße 41 ein.

Die Ausstellung findet im Rahmen der Reihe „Kunst im Treppenhaus“ statt.

Kontakt zur AG Öffentlichkeitsarbeit der IgHM: muelldeponie@gmx.org

 

29.02.16 – (Mo) 18 Uhr Wildes Moor – Öffentliche Plandiskussion

Februar 19th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Termine - (Kommentare deaktiviert)

WILDES MOOR- ÖFFENTLICHE PLANDISKUSSION (ÖPD)  im Rahmen des B-Planverfahrens

Mo, 29. Februar 2016 -  18 Uhr //  ab 17.30 Uhr Einblick in Infomaterial

Gr. Turnhalle Stadtteilschule Fritz-Schumacher, Timmerloh 27, Langenhorn

Bürger/innen können in der ÖPD Vorschläge, Ideen, Kritik  und Einwendungen zur Bebauungsplanung mündlich äußern. Die Veranstaltung wird vom Bezirk aufgezeichnet. Ein Protokoll des Diskussionsteils wird Vorlage für die nächste Sitzung des Planungsausschusses Wandsbek.  Protokoll-Beispiel:  Rehagen ÖPD am 22.02.2016.

Bebauungsplan-Entwürfe Hummelsbüttel 29

(Grenzlage: Langenhorn-Nord/Hummelsbüttel/ Westlich der Glashütter Landstraße)
Beschluss zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Hummelsbüttel 29.

Nachfolgend die auf der Infoveranstaltung am 08.02. präsentierten Plan-Varianten (pdf)  300, 300 + 100 sowie 300 + 300 (letztere unwahrscheinlich),  zur Verfügung gestellt durch das zuständige Fachamt/Bezirk Wandsbek.

FÜR die REHAGEN-PLÄNE bitte nach unten scrollen.
Wildes-Moor-Plan-Variante-300
Wildes-Moor-Plan-Variante-300plus100
Wildes-Moor-Plan-Variante-300plus300

22.02.16 – (Mo) 18 Uhr Rehagen – Öffentliche Plandiskussion

Februar 19th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Aktive - (Kommentare deaktiviert)

REHAGEN – ÖFFENTLICHE PLANDISKUSSION (ÖPD)  im Rahmen des B-Planverfahrens

Mo, 22. Februar 2016 -  18 Uhr
Gr. Turnhalle,  Carl-von-Ossietzky-Gymnasium,  Tegelsbarg 2b

Bebauungsplan-Entwürfe Hummelsbüttel 29
(Hummelsbüttel/Poppenbüttel, zwischen Aspria und Tegelsbarg)
Beschluss zur Einleitung des Bebauungsplanverfahrens Hummelsbüttel 28.

Bürger/innen können Vorschläge, Ideen und Einwendungen mündlich äußern. Rehagen ÖPD-Protokoll vom 22.02.2016.
Neue und alte Planvariante. Hier online gestellt mit freundlicher Genehmigung des zuständigen Fachamts/Bezirk Wandsbek.
Rehagen-Planvariante-2016-12-22

10.01.16 – Stunde der Wintervögel: Endergebnisse für Hamburg

Januar 5th, 2016 | Posted by RedakteurBO in Naturschutz | Termine - (Kommentare deaktiviert)

Stunde der Wintervögel 2016 – Ergebnisse

NABU-Info (Stand 18.01.): In Bundesland Hamburg wurden bislang in 925 Gärten 29.069 Vögel gezählt.1318 Vogelfreunde beteiligten sich.

Zählstatistik des NABU gibt’s hier auf der NABU-Seite (etwas längere Ladezeit weil Abruf aus einerDatenbank).

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10.01.2016

Fleißige Vogelzähler in Hamburg gesucht!

Jeder kann mitmachen. NABU Hamburg ruft zur „Stunde der Wintervögel“ von Freitag-Sonntag, 8. bis 10. Januar 2016 auf

Stift, Notizblock  und ein guter Beobachtungsplatz – mehr ist nicht nötig, um bei der sechsten „Stunde der Wintervögel“ mitzumachen.  Die “Stunde der Wintervögel” ist ein umfassendes Citizen Science Projekt.Die Ergebnisse liefern wichtige Hinweise über langfristige Bestands- und Entwicklungstrends in der Vogelwelt und tragen damit auch zum Vogelschutz bei. Im Mittelpunkt der Aktion stehen vor allem die so genannten Standvögel, die auch bei Schnee und Kälte bei uns ausharren.Das Zählen ist ganz einfach. Notieren Sie während Ihrer Beobachtung die höchste Anzahl einer Vogelart, die Sie zeitgleich sehen. Sie sehen beispielsweise 2 Amseln und einige Zeit später sehen Sie 4. Die höchste Anzahl dieser Vogelart, die Sie notieren ist also 4Tolle Zählhilfe zum Ausdrucken.

Was für ein Vogel ist das? Sehr gute Übersichtsseite mit Porträts von 40 Gartenvögeln.

Wie kann man seine Beobachtungen dem NABU melden?

  • Einfach online auf der NABU Seite Wintervögel
  • Meldebogen benutzen Meldebogen ausdrucken (pdf)
  • Oder per Telefon am 9. und 10. Januar jeweils von 10 bis 18 Uhr unter 0800-1157-115.
  • Meldeschluss ist der 20. Januar.

Unter den Teilnehmern werden Preise wie ein Trekking-Fahrrad, ein Zeiss-Fernglas und Kosmos-Einkaufgutscheine verlost. Die Auswertung der Meldungen wird im Internet live zu verfolgen sein.

Für alle Interessierten, die eine Einführung in die Vogelwelt Hamburgs erhalten möchten, bietet der NABU Hamburg Führungen an:

In Wandsbek
So., 10.1, 9 Uhr
Führung zur Stunde der Wintervögel in Wandsbek 
NABU Wandsbek
Treff: Wandse-Infopunkt, Sylter Weg 2/ Ecke Walddörfer Str.

Die Teilnahme an den Führungen ist kostenlos. Spenden sind herzlich willkommen, auch über die Homepage des Nabu Hamburgs möglich.

Buchtipps:

Welcher Gartenvogel ist das?

Vögel füttern – aber richtig

Stunde-der-Gartenvoegel-Nabu

Vogelfotos vom NABU.

Hamburg im Klimawandel
Der Deutsche Wetterdienst stellt eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels in Hamburg und seinem Umland vor. 

Wichtigste Erkenntnis: Es wird heißer in der Stadt. Andauernde Sommerhitze ist jedoch für manche Menschen geradezu gesundheitsgefährdend. Abkühlung tut Not. Außerordentlich wichtig für die notwendige nächtliche Abkühlung der Innenstadt in heißen Sommern sind Landschaftsachsen. Vor allem wenn sie auch noch bedeutende Kaltluftleitbahnen sind wie die Hummelsbüttler Feldmark.

Wir zitieren hier einige Auszüge aus der Welt online zur Studie:

Sommer in Hamburg werden heißer, Winter nasser

Bis 2050 wird die Durchschnittstemperatur in Hamburg laut einer Studie des Deutschen Wetterdienstes vor allem im Sommer deutlicher ansteigen als im Umland. Schuld daran ist der Wohnungsbau.

“Schon heute verzeichnet eine Großstadt wie Hamburg bis zu zehn Grad höhere Temperaturen als das Umland. Dies wird insbesondere in heißen Sommernächten spürbar. “Dort ist nun eine weitere Verstärkung der Wärmebelastung zu erwarten”, sagt DWD-Vizepräsident Paul Becker. Erfahrungsgemäß sei es in den dichtbesiedelten, citynahen Stadtteilen am wärmsten.”

“Sorgen machen Becker der demografische Mangel, da alte Menschen eher unter der Hitze leiden, sowie die heißen Nächte, die eine für die Gesundheit wichtige Abkühlung verhindern: Zurzeit erleben die Hamburger etwa jedes zweite Jahr eine Tropennacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Künftig soll es durchschnittlich jedes Jahr eine geben.”
Quelle: Die Welt online vom 20.10.2015

“Die CDU-Opposition fordert angesichts dieser Erkenntnisse vom Senat, die Auswirkungen des Klimawandels bei der baulichen Verdichtung zu berücksichtigen. “Rot-Grün muss vor dem Hintergrund der Studie die Entscheidung, Grünflächen zukünftig mit Großsiedlungen zu bebauen, überdenken“, sagt die Abgeordnete Birgit Stöver.”

[Umweltsenator] Kerstan nannte Möglichkeiten: “Wichtig ist insbesondere der Erhalt unserer Landschaftsachsen, Parkanlagen und Straßenbäume.
Quelle: Die Welt vom 20.11.2015    Weiterer Bericht zur Studie im Abendblatt.

[Hervorhebungen im Text durch die IgHM]

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Polarbären: Arktische Opfer des weltweiten Klimawandels

Eisbaer-am-Verhungern

Verhungernder Eisbär.
© Facebook/Kerstin Langenberger

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Initiative hatte bereits Ende September 2015 folgenden Beitrag auf dieser Homepage veröffentlicht.

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21. September 2015

Die Stadt, das Klima und das Luftwunder Hummelsbüttler Feldmark

Vom 21.- 24. September findet in Hamburg die 10. Deutsche Klimatagung statt. Die ersten Erkenntnisse lassen aufhorchen: Die Erderwärmung schreitet weiter voran und in Deutschland gab es in diesem Jahrhundert bereits die sieben wärmsten Jahre seit der Wetteraufzeichnung. Hitzestress und hohe Luftbelastung werden zukünftig während der Sommertage in den Innenstädten bedenklich zunehmen. Hier setzt die immense Bedeutung von Landschaftsachsen, wie der Hummelsbüttler Feldmark, am Rande der Städte ein.

Hummelsbuettler-Achse
Quelle: Transparenzportal Hamburg

Landschaftsachsen sind kaum oder wenig bebaute langgezogene offene Bodenfläche. Sie speichern besonders gut die nächtliche Feuchtigkeit und führen sie zusammen mit frischer Kaltluft aus dem Umland tief in die Stadt. Somit sorgen sie nach heißen Sommertagen für Abkühlung sowie Luftausgleich und tragen zur Verringerung der  Luftbelastung in den Innenstädten bei. Der Schutz dieser Frischluftkorridore könnte in naher Zukunft bei Hitzewellen für viele chronisch Kranke lebensrettend sein.

Schon im Herbst 2013 stellten wir Texte aus offiziellen Gutachten und Studien zur vielfältigen Bedeutung der Hummelsbüttler Feldmark für die Stadt Hamburg auf unsere Homepage. Die Klimatagung in Hamburg ist ein guter Anlass, sich nochmals mit dieser Feldmark zu beschäftigen.
Zusammenfassung unserer Webseite “Feldmark” (PDF)” 

Info-Broschüre Landschaftsachsenmodell
“Landschaftsprogramm Hamburg - Landschaftsachsenmodell - Gutachten im Auftrag der Umweltbehörde – Amt für Landschaftsplanung von 1985

18.11.15 – Erweiterung der Deponie Ihlenberg geplant

November 18th, 2015 | Posted by RedakteurBO in Aktive - (Kommentare deaktiviert)

Deponien im Fokus – Die Altlasten der Zukunft

Deponien sind weltweit ungeliebte Zeugnisse der schnelle Industrialisierung und des Aufstiegs der chemischen Industrie mit Beginn des vergangenen Jahrhunderts. Man sollte jedoch nicht vergessen, dass die chemische Industrie in vielen Bereichen, insbesondere in der Pharmazie und der Medizin, großen Segen für die Menscheit brachte. Leider kümmerte man sich in den Anfangsjahrzehnten lange nicht um eine gesicherte Entsorgung der Abfallprodukte. Umweltschutz war bis in die 1970er Jahre ein Fremdwort. Bis heute zum Schaden von Mensch und Umwelt in der Umgebung der alten Deponien.

Nun hat der NDR vermeldet, dass die Deponie Ihlenberg (Mecklenburg-Vorpommern) erweitern will.

Im Gegensatz zur geplanten Deponie der Klasse I in der Hummelsbüttler Feldmark besitzt die Deponie Ihlenberg die Deponieklasse III. Wie die Altdeponien in der Feldmark und die Altdeponie Georgswerder besitzt auch Ihlenberg eine mehr als unrühmliche Vergangenheit.

“Größte Sondermülldeponie Europas”

“Die Deponie auf dem Ihlenberg ist die größte Sondermülldeponie Europas. Die gesamte Fläche des Betriebes beträgt 165 Hektar, 113 Hektar umfasst die Deponiefläche mit Altteil und aktivem Bereich. Im neuen Teil wurden bis Ende 2012 etwa 800.000 Tonnen eingelagert – ein Großteil davon sind sogenannte gefährliche oder schadstoffbelastete Sonderabfälle. Die landeseigene Deponie beschäftigt rund 130 Mitarbeiter.”
Quellezitat: NDR-Bericht vom 18.11.15 “Deponie Ihlenberg will erweitern”

Lesetipps:

Deponie Ihlenberg
Wikipedia-Artikel

Energieberg Georgswerder: Der gebändigte Drache
NDR-Bericht vom 15.04.2014

25 Jahre Sanierung Deponie Georgswerder
Homepage BSU undatiert (Abruf am 18.11.2015)

 

 

01.04.2015 – Grosse Putze bzw. “Gesoffen wird stadtauswärts”

April 1st, 2015 | Posted by RedakteurBO in Aktive | Naturschutz - (Kommentare deaktiviert)

31. März 2015

Hamburg räumt auf  - auch in der Feldmark große Putze

Eine kleine Truppe unserer Initiative “IgHM” beteiligte sich dieses Jahr am vorangegangenen Wochenende an der großen Aktion “Hamburg räumt auf“. Eine jährlich wiederkehrende Aktion der Umweltbehörde (BSU), die wir zum ersten Mal und gerne unterstützen.

Das Sammelgebiet? Die nördliche Hummelsbüttler Feldmark: Am Hummelsee-Parkplatz, entlang der nördlichen Glashütter Landstraße sowie am Glashütter Stieg. Siehe Karte

Das Fazit der 2stündigen Sammelaktion? Stadtauswärts wird gesoffen – und zwar was das Zeug hält.

An der Glashütter Landstraße Richtung Norderstedt holten wir eine große Anzahl von sogenannten Flachmännern (kleine Schnapsflaschen) aus dem Straßengraben und dem Gebüsch. Ansonsten vor allem etliche Plastiktüten, Snacktüten, Plastikfetzen, lange Plastikpanelen, Sekt- und Weinflaschen und einen halben verrosteten Grill.

Die kleine Aktion in Bildern

Zu Beginn noch mit leeren Tüten am Parkplatz Hummelsee. Das Wetter hält.

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Start der Sammeltour

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Zwischenstation an der Einfahrt zum Hummelsee-Parkplatz

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Mühsam die Müllsammlung in den Knicks, aber wir wissen, dass über 1.000 Initiativen/Gruppen hamburgweit sammeln. Eine gute Motivation.

Geschafft! Und das waren noch nicht alle Säcke. Im nächsten Jahr sind wir wieder dabei! Sie auch?

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Dem Gewicht der vielen “Flachmännern” sei Dank flogen die Säcke bis zur Abholung nach dem Sturm-Dienstag nicht davon. Bleibt nur noch die Frage “Wie schafft es ein Autofahrer von der Fahrerseite aus (Straßenmitte) einen Flachmann nach rechts in den Graben zu schleudern? Übers Autodach oder durchs Beifahrerfenster? Man möchte es gar nicht wissen.

29.01.2015 – Deponie-Infoabend mit Hamburger Politikern

Januar 17th, 2015 | Posted by RedakteurBO in Politik | Termine - (Kommentare deaktiviert)

EINLADUNG
zur Infoveranstaltung der Interessengemeinschaft “Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge”

Donnerstag, 29. Januar 2015 um 19 Uhr 

Aula der Stadtteilschule Am Heidberg – Tangstedter Landstraße 300 (HH-Langenhorn)

Was Sie von diesem Deponie-Info-Abend erwarten dürfen:
Kurzvorträge, Fragerunde und Hamburger Bürgerschaftspolitiker

  • Wir liefern neue Details zur Deponieplanung und stellen uns Ihren Fragen.
  • Wir lassen * erstmalig*  Spitzenpolitiker aus der Hamburger Bürgerschaft
    Position zur neuen Deponieplanung und der Zukunft der Hummelsbüttler Feldmark beziehen.
  • Wir haben weitere Bürgerschaftsabgeordnete aus den Wahlkreisen 10 (Langenhorn u.a.) und 13 (Poppenbüttel, Hummelsbüttel u.a.) zu Gast.

Lassen Sie sich das nicht entgehen.

Karte für die Anfahrt zum Infoabend (Quelle: google maps)

11. September 2014

Hamburgs Verwaltung wird gläsern

Als Bürgerinitiative sind wir für eine sachliche Darstellung und Diskussion unseres “Problembergs” auch auf Daten aus der Hamburger Verwaltung angewiesen. Recherche (wann, was, wo) und die Auskunftsersuchungen (welche Behörde, welches Amt ist zuständig) kosten enorm viel Zeit.

Das könnte in Zukunft eventuell einfacher werden, denn Hamburg hat an diesem Donnerstag das “Open Data Portal Hamburg” freigeschaltet. (Zum offiziellen Start wurde daraus das Hamburger Transparenzportal). Das Portal liefert online frei zugänglich Daten aus allen Bereichen der Hamburger Verwaltung. Auch Daten aus dem Bereich Umwelt & Klima (vielleicht aber nicht die, die man braucht).

Trotzdem, es ist schon eine kleine Revolution für Hamburg. Aber “Open Data Hamburg”  ist nicht das erste Portal seiner Art. Im Februar 2013 wurde “GovData Deutschland” freigeschaltet. In anderen Bundesländern und Staaten – vor allem in  Skandinavien – ist man schon länger sehr viel gläserner.

Der Jubel über solche Initiativen wird leider immer schnell getrübt durch folgende Erkenntnisse:

  • Diese Portale starten mit nur einem kleinen Satz an Daten, verglichen mit dem Gesamtbestand vorhandener Daten.
  • Das Auffüllen der Portale mit Daten verliert einige Zeit nach dem Start des Portals an Elan,  weil die Öffentlichen Verwaltungen sowieso an zeitlichen und personellen Verknappungen leiden.
  • Alte Datenbestände (z.B. Bodenbelastung  seit 1960 usw.) in ein Portal einzustellen hat zumeist wenigPriorität.
  • Die Entscheidung, welche Daten bereitgestellt werden, ist oft nicht nachvollziehbar
  • Die Nutzerfreundlichkeit bzw. die Suchoptionen sind in diesen Portalen oft problematisch.
  • Die zum Download angebotenen Datenformate sind sicher, aber zumeist nicht sehr bekannt und überfordern nicht IT-bewandte Menschen.

LESENSWERT > ”Hamburg wird Deutschlands erste gläserne Stadt” (Welt online vom 11.09.2014)

Trotz alledem, ein PROST auf Hamburgs Datenportal.
Möge das Portal lange leben und sich füllen!

Sektfflasche

Open Data - das Datenportal für Hamburg mit Daten aller Verwaltungsebenen.
http://daten.hamburg.de/

Zum Start ist “Open Data”  leider überlastet. Erfreulicherweise wird aktiv am Portal weitergearbeitet.

Der Bereich Umwelt & Klima lieferte übrigens am ersten Tag 103 Ergebnisse.

GovData- Datenportal für Deutschland mit (bisher wenig) Daten aller Verwaltungsebenen
https://www.govdata.de/

Wikipedia-Artikel zum Thema “Open Government Data”

http://de.wikipedia.org/wiki/Open_Government_Data

Presseberichte

NDR: Hamburg öffnet seine Aktenschränke. Zum Online-Bericht >

Hamburger Abendblatt: Hamburger Transparenzportal ab sofort für jeden verfügbar. Zum Online-Artikel >

Frankfurter Rundschau: Hamburgs Verwaltung öffnet Aktenschränke. Zum Online-Artikel >

TAZ: Wie Google für Akten und Behörden. Zum Online-Artikel >

Gift im Boden – nicht für die Ewigkeit verschwunden

Industrialisierung und die chemische Industrie brachten im 20. Jahrhundert nicht nur Wohlstand und Segen in die westliche Welt sondern – lange Zeit durch Unkenntnis und laschen Umgang mit giftigen Substanzen- eine ewig währende giftige Bodenlast, die durch Bauprojekte und Sanierungen immer wieder ans Licht kommt.

An diesem Juli-Tag titelte das Abendblatt Folgendes:

“CDU warnt vor Gift im Boden des Alten Elbtunnels -
Der Boden der Weströhre ist mit giftigen Substanzen belastet.
Die CDU fordert schnelle Beseitigung.”

Während ganz Hamburg bei solch einer Meldung kurz aufmerkt und sich vielleicht über die Kostensteigerung aufregt, gibt es im Norden Hamburgs eine große Gruppe von Menschen, die bei solch einer Meldung zusammenzuckt. Viele werden sich insgeheim denken: “Hoffentlich kommen nicht Teile dieses Schiets nächstes Jahr in die Hummelsbüttler Feldmark.”

Denn … sollte das Planfeststellungsverfahren für eine neue Deponie der Klasse I in der Hummelsbüttler Feldmark zugunsten des privaten Entsorgungsunternehmens ausfallen, könnte das Unternehmen für ca. 10-11 Jahre quasi ein Monopol auf Aufträge zur Abtragung von belasteten Böden der Schadstoffkategorie I in Hamburg bekommen und wäre damit der absolute Platzhirsch in der Bodenentsorgungsbranche.

Ein schöner Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen, aber ein Alptraum für die Hummelsbüttler Feldmark, die genug verborgene Altlasten für Jahrhunderte in sich trägt.

Wir hoffen jedoch,

  • dass die geballte Ladung an Fakten das neue Deponievorhaben in der Feldmark ad absurdum führen wird und
  • dass Hamburg in der Abfallwirtschaft- wie bisher – mit den umliegenden Flächenstaaten weiterhin eng kooperiert und
  • dass neue Deponiestandorte nur im Umland UND nur dort geplant werden, wo weder Mensch noch Tier noch Umwelt noch Altlasten gefährdet werden könnten.

Abendblatt-Quelle (Online nur für Abonnenten zugänglich):
http://www.abendblatt.de/hamburg/article129728970/CDU-warnt-vor-Gift-im-Boden-des-Alten-Elbtunnels.html

Privatfoto: Ablagerungen auf der noch offenen alten Bauschutt-Deponie (2013)

Muellberge-oben-Kiesberg-2013-07

 

 

 

 

 

 

18.06.2014 

Der große und der kleine Giftberg

Was der Monte Mortale (Georgswerder) und der Monte Müll (Hummelsbüttel) sehr wahrscheinlich gemeinsam haben: Giftmüll in sich

Am 15. Juni berichtete das Hamburg Journal in der Rubrik ”Hamburg Damals“ über den Beginn des größten Dioxin-Skandal Europas (1983).  Seither liefert der Giftmüllberg Georgswerder - eine der größten Deponien Deutschlands – Schlagzeilen. Zuletzt als Vorzeigeprojekt der Stadt, nach einer Sanierung, die nahezu eine halbe Milliarde Euro gekostet hat.

Georgswerder war zwar der Mega-GAU unter den Deponien, aber nicht die einzige Deponie in Hamburg, auf der z.T. bis in die 1980er Jahre legal oder illegal Giftmüll entsorgt wurde. Dies war bereits Anfang der 1970er Jahre bekannt.

„Auf der Kippe in Georgswerder wird der Wagen entladen. Jedesmal, wenn die Grube voll ist, wird sie angebrannt. Am Tage sitzt ein Wärter am Tor, nachts ist das Tor abgeschlossen. Seitdem bekannt ist, daß Transportunternehmen ihren giftigen Industriemüll mit Vorliebe, aber ohne Erlaubnis bei Nacht und Nebel auf fremden Kippen abladen, wird die Hamburger Müllkippe wie Fort Knox, als noch Gold drin war, bewacht.“ Quelle: „Der Schiet muss von der Straße“ DIE ZEIT, 3.9.1971 Nr. 36

Wurde auch in die früheren Bodendeponien Borchert und Herr (heutige Müllberge) illegal Giftmüll entsorgt? Es gab schon immer Hinweise darauf (siehe „Was steckt im Poppenbüttler Müllberg drin?).

Eine sehr wichtige Frage lautet:
War und ist der Umweltbehörde selbst bekannt, dass auch in die Altdeponien Borchert und Herr sehr wahrscheinlich illegal Giftmüll eingelagert wurde?

Ein Abendblatt-Artikel aus dem Jahr 1984 scheint diese zu bestätigen. Der Hintergrund des Artikels: Der Dioxin-Skandal von Georgswerder. Unter der Überschrift „20 Plätze sind der Behörde bekannt“ berichtete das Abendblatt am 23.02.1984 (S.4) Folgendes:

„In Hamburg gibt es mehr als 20 ehemalige Industriemüllkippen, die von der Umweltbehörde überwacht werden.“

Bei der Auflistung unter „Bezirk Wandsbek“ dann tatsächlich der Hinweis “ Hummelsbüttel, Glashütter Landstraße“.

Handelt es sich dabei um die Altdeponien Borchert und Herr? (siehe dazu die Chronologie)

Diese Frage kann und muss die heutige Umweltbehörde beantworten und das unabhängig vom laufenden Planfeststellungsverfahren.

Wir halten Sie auf dem Laufenden und betonen erneut unsere Forderungen:

  • Begrabung aller Deponiepläne in der Hummelsbüttler Feldmark
  • Prüfung der Altdeponien auf Sanierungsbedarf und strengere Überwachung der Altlasten
  • Wiederaufnahme der geplanten Deponiefläche an der Glashütter Landstraße ins Landschaftsschutzgebiet

Was sagten die Bezirksfraktionen vor der Wahl? 

Sie finden die Stellungnahmen auf unserer  Politik-Seite.  Eine Stellungnahme wurde von uns kommentiert.

Die Auszähung für die Bezirkswahl findet an diesem Montag, 26. Mai, ab 8 Uhr statt.

Das Statistische Amt für HH und SH stellt am Montag auf folgender Seite die Ergebnisse der Wahlen in Hamburg vor.

http://www.wahlen-hamburg.de/portal.php

Die Ergebnisse früherer Wahlen in Hamburg sind auf folgender Statistik-Nord-Seite nachlesbar.

http://www.statistik-nord.de/wahlen/wahlen-in-hamburg/

Nächste Wahl in Hamburg: Bürgerschaftswahl im Februar 2015

Muellberge-oben-Kiesberg-2013-07

Foto: Müllberge von oben, nördlicher Teil, im Bereich der geplanten Deponiefläche

Welche Macht haben denn die Bezirke überhaupt?
Die Zuständigkeit für alle Deponien liegt seit über 2 Jahrzehnten bei der Hamburger Umweltbehörde (heutige BSU).

Somit ist politisch der Hamburgische Senat zuständig.

ABER: Auch wenn das Planfeststellungsverfahren zur Einrichtung einer privaten Bodendeponie bereits seit August 2013 läuft, sollten Bezirksfraktionen eine Meinung zu den umstrittenen Deponieplänen haben.

Mittwoch, 09. April 2014

LANGENHORNER ALPENTRAUM?

Sehr viele Menschen denken bei der Bezeichnung “Hummelsbüttler Müllberge”, dass die Müllberge nur was mit Hummelsbüttel zu tun haben. Tja, falsch gedacht. Die Müllberge sind dicht umgeben von Siedlungen auf Poppenbüttler und Langenhorner Boden. Und weil das so ist, heißen die Müllberge in Poppenbüttel  auch “Poppenbüttler Müllberge” und in Langenhorn spaßeshalber “Langenhorner Alpen”.

Damit die “Langenhorner Alpen” nicht zum Alpentraum werden, kämpft unsere Interessengemeinschaft gegen die Deponiepläne und für eine strengere Überwachung der Altdeponien. Wir wollen nicht eines Tages in der Zeitung lesen, dass es aufgrund hydrogeologischer Veränderungen im Untergrund der alten Deponie – als Folge der neuen Deponie –  zu großflächigen Verseuchungen der Böden in der Hummelsbüttler Feldmark und dem Raakmoor gekommen ist. Eine Flächensanierung würde die Stadt Hamburg und damit uns Steuerzahler viele Millionen Euro kosten. Von all den anderen Gründen gegen die Deponie ganz zu schweigen.

HAMBURGS ALPTRAUM 

Einen absoluten Alptraum erlebte Hamburg übrigens vor über 30 Jahren in Georgswerder, im Süden der Stadt. Aus der ehemaligen Deponie floss das Dioxin in Strömen. Die Presse berichtete jahrelang über diesen ungeheuerlichen Umweltskandal. Heute noch lesenswert ist ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1985.

Die Sanierung von Georgswerder  verschlang bis heute um die 450 Millionen Euro. Jetzt ist die abgekapselte und streng überwachte Deponie ein Vorzeigeprojekt der Stadt. Vor ein paar Tagen meldete das Abendblatt gar, dass sogar Trauungen auf dem Deponiehügel stattfinden könnten.

Zitierte Quelle: “Ehemalige Müllkippe bietet jetzt Trauungen an” (Hamburger Abendblatt vom 07.04.2013).  Artikel online nicht aufrufbar.

Dienstag, 25. März 2014

DIE GLÄSERNEN BETONMAUERN DER HAMBURGER BEHÖRDEN

Am Wochenende meldete das Hamburger Abendblatt:

“Transparenzgesetz: Hamburger Behörden werden gläsern – Die Verwaltungsakte der Hamburger Behörden können bald von jedem eingesehen werden.”

Weiter im Text brandet geradezu Jubel auf: “Mit dem im Oktober 2012 verabschiedeten Transparenzgesetz strebt Hamburg als erstes Bundesland eine beinahe gläserne Verwaltung an.”

Erlauben Sie uns einen unqualifizierten Kommentar zu diesen Aussagen:   Hahaha … selten so gelacht.

Ja, in der Theorie hat Hamburg  seit 2013 ein Transparenzgesetz, auf dessen Grundlage Bürger/innen Auskünfte von der öffentlichen Verwaltung (Behörden usw.)  erhalten können.

Tja, in der Praxis sind der Auskunftspflicht gegenüber den Bürgern unglaublich viele Riegel vorgeschoben (Schutz öffentlicher Belange, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse usa.), abgesehen davon, dass die Auskünfte selbstverständlich nicht kostenlos zu bekommen sind.

Die erste und einzige Anfrage unserer Initiative im vergangenen Jahr hat uns angesichts der voraussichtlichen Kosten zurückschrecken lassen. Wir selbst sollten dafür bezahlen, dass ein Behördenmitarbeiter alle Akten vor der Einsichtnahme durchforstet und “schützenswerte” Passagen schwärzt, bevor wir die Akten überhaupt zu Gesicht bekommen sollten. Wir haben auf Akteneinsicht zur Deponiegeschichte verzichtet.
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Der verdammt lange Weg zur Freiheit von staatlichen Informationen

Die USA war einer der großen Vorreiter für die Informationsfreiheit. Mit der Verabschiedung des  “Freedom of information act” im Jahr 1966 (Novelierung 1974) schuf die USA die Voraussetzunge für alle Bürger, Einsicht in die Akten der Bundesverwaltung zu erhalten, ohne diesen Anspruch legitimieren zu müssen.

Deutschland brauchte 40 Jahre länger, bis es auf Bundesebene 2006 das Informationsfreiheitsgesetz  verabschiedete.

Hamburg brauchte weitere 6 Jahre, bis es das Hamburgische Transparenzgesetz verabschiedete.

Wahrlich kein Grund zum Jubeln. Der Weg zur Informationsfreiheit war in Deutschland ungewöhnlich lang und die Gesetze auf Länderebene ungewollt und ungeliebt. In den Behörden selbst gibt es außergewöhnliche Widerstände gegenüber Anfragen von Bürgern.

Soll das Hamburger Transparenzgesetz nicht zur Farce verkommen, ist die Hamburgische Bürgerschaft gefragt, ganz genau nachzuschauen, wenn Bürgern (und Initiativen) Akteneinsicht verweigert wird.

Quellen zum Thema Informationsfreiheitsgesetze:
Transparenzgesetz: Hamburger Behörden werden gläsern” (Abendlbatt online, vom 22.03.2014)

Wenn der Staat mauert” (Süddeutsche Zeitung vom 18.04.2013)

Hamburg öffnet den Aktenschrank” (Der Spiegel vom 13.06.2012)

Die Neugier des Bürgers genügt…vielfach dann doch nicht” (Süddeutsche Zeitung vom 09.05.2010) Tipp!!!

Er kam, um sich zu beschweren” [bei der NSA] (FAZ vom 26.02.2014)

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Verlauf des Planfeststellungsverfahrens

Frühling/Sommer 2014
Die für die neue Deponiezuständige Planfeststellungsbehörde (BSU) ist seit dem Ende der Einwendungsfrist (Oktober 2013) in der Prüfphase. Die Behörde muss alle Stellungnahmen der beteiligten Fachbehörden und der Naturschutzverbände sowie alle Einwendungen von Bürgerinnen und Bürger prüfen und thematisch zusammenfassen.

Nachforderungen der Behörde an den Deponieantragsteller sind mehr als wahrscheinlich, denn in den Stellungnahmen & Einwendungen wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass die Planungsunterlagen zum Teil unvollständig bzw. lückenhaft oder fehlerhaft sind.

Herbst & Winter
Die BSU geht seit Januar/Februar 2014 davon aus, dass vor Ende des Jahres 2014 kein Erörterungstermin angesetzt werden wird. Es könnte noch länger dauern und das ist gut so.

Am Ende des Verfahrens steht – ohne das Eingreifen der Politik – ein sogenannter Planfeststellungsbeschluß. Sollte er für die Deponie ausfallen, können Einwender und Einwenderinnen gegen diesen Beschluß vor Gericht ziehen.

IgHM-Mitglieder werden sich dieses Recht nehmen.

Die DEPONIE am Rande der Bezirksgrenze Hamburg-Nord

DIENSTAG, 17. Dezember 2013, 18 Uhr – Die Umweltbehörde (BSU) wird  die Politiker im Bezirk Nord informieren

Die Behörde für Stadtplanung und Umwelt (BSU) informiert den UMWELTAUSSCHUSS der Bezirksversammlung Hamburg-Nord über die Deponie”erweiterung” in der Hummelsbüttler Feldmark.

Die Sitzung (pdf) des Umweltausschusses Hamburg-Nord war öffentlich. Es gab am Anfang eine Bürgersprechstunde.

Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz
http://www.hamburg.de/hamburg-nord/bezirksamt-service/1737520/mitglieder-der-bv-nord.html

Empfehlung: Informieren Sie sich über die Bezirksversammlung in Ihrem Bezirk. Nächstes Jahr sind Bezirksversammlungswahlen in Hamburg.

ONLINE-PORTAL der Bezirksversammlung Hamburg-Nord
ONLINE-PORTAL der Bezirksversammlung Wandsbek __

Dienstag, 03. Dezember 2013 (bzw. KW 49/2013)

“Steigen bald Staubwolken hinter der Feldmark auf?”

Wochenblatt-Interview mit dem Entsorgungs-Unternehmer Ralf Eggers über die Sorgen der Anwohner angesichts der Deponie-Erweiterung

 

Zum Thema  “Sorgen der Anwohner
verweisen wir gerne beispielhaft auf die ungeklärten und ungesicherten Altlasten unter dem geplanten Deponiegelände und als Belege für unsere “Sorgen” auf die Zitate aus dem Gutachten der Stadt Hamburg aus dem Jahr 1986, sowie auf das Deponiekapitel des Gutachtens und auf unsere Chronologie. 

 

Was uns noch “SORGEN” macht an dieser geplanten Deponie:
Sie wird auf lange Jahre “unsere Landschaft” verschandeln.
Sie wird uns auf lange Jahre die Freude an der schönen Landschaft nehmen.
Sie widerspricht generell dem Gemeinwohl in Hamburgs Norden.
Sie unterminiert das Wohl und das Erholungsbedürfnis der umgebenden Bevölkerung.
Sie ist ein Symbol für das Eigeninteresse eines Unternehmens.
(siehe auch 10 Gründe gegen die neue Deponie weiter unten auf dieser Seite)

Zur Aussage der Fa. Eggers “Es handelt sich um Boden!
verweisen wir darauf, dass wir NICHT die einzige Initiative sind, welche die erlaubten Deponiematerialien für Deponien der Klasse I NICHT für unbedenklich halten. BEISPIELE: Deponie der Klasse I in Haaßel (Niedersachsen),  Deponie der Klasse I in Driftsethe (Niedersachsen) &  Deponie der Klasse I in Ramelow (Mecklenburg-Vorpommern)

 

Was uns noch zum Thema “BODEN” als Deponiematerial einfällt:
Die erlaubte “Zutaten” für Böden, die auf Deponien der Klasse I abgelagert werden dürfen (feste Grenzwerte vorgeschrieben):
Arsen, Blei Cadmium, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink.
Chlorid, Sulfat, Cyanit, Fluorid, Barium, Chrom,
Molybdän, Antimon, Selen und event. Asbest (in big bags verpackt)

 

Zur Erinnerung …

10 Gründe gegen die geplante Deponie(erweiterung)  in der Hummelsbüttler Feldmark

  1. Es gibt am geplanten Standort ungeklärte & ungesicherte Altlasten in den alten Bodendeponien (Müllberge) und somit ungeklärte Sanierungsfragen
  2. Flora, Fauna, Naturliebhaber & Freizeitsportler in der Hummelsbüttler Feldmark müssten während  des ca. 11jährigen Deponiebetriebs mit Staub- & Schadstoffemissionen in Luft, Wasser & Boden der Hummelsbüttler Feldmark ertragen
  3. Das Grundwassers in der Hummelsbüttler Feldmark würde mittel- & langfristig bedroht sein > die Kleinmoore könnten zugrunde gehen
  4. Die existierende Flora & Fauna an den grünen Hängen der Müllberge würde geopfert werden bzw. stark bedroht sein. Der wachsende und fertige Deponieberg  im Westen würde den dringend notwendigen Biotopverbund zwischen der Feldmark und dem Wittmoor völlig ad absurdum führen.
  5. Die sauerstoffreiche Frischluftzufuhr aus SH über den Luftkorridor „Feldmark“ nach Hamburg hinein würde aufgrund des neuen Deponiebergs gestört
  6. Die neue Deponie würde eine extreme Veränderung des Landschaftsbildes der bereits begrünten Hummelsbüttler Müllberge darstellen
  7. Der metertiefe sandige Untergrund und der Deponiehang  ist aufgrund der Vorlasten absolut ungeeignet für eine weitere große Deponie
  8. Die geplante Deponie der Klasse I mit einer Höhe von 40 Metern (über Bodenniveau) und einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern könnte aufgrund ihres Gewichts die hydrogeologischen Verhältnisse bei den Altdeponien verändern > Mehr Sickerwässer aus den Altdeponien könnten herausgepresst werden
  9. Für die Standortwahl wurde kein Flächensuchprogramm durchgeführt. Hamburg kooperiert darüber hinaus seit Jahren in der Abfallwirtschaft mit den Nachbarbundesländern. Dort gibt es nachweislich Ausgleichsflächen.
  10. Bereits 1986 stellte die Umweltbehörde in einem Gutachten zur Feldmark fest,
    „…daß jede weitere Deponieanlage egal mit welchen Stoffen und unter welchem Namen
    […]  im Planungsraum Hummelsbütteler Feldmark nur abgelehnt werden kann.
    Weitere Zitate aus dem Gutachten der Umweltbehörde aus dem Jahr 1986 (pdf)

DIE ZUKUNFT DER MÜLLBERGE,
wie die IgHM sie sieht:

Ökologische, artenerhaltende, kulturlandschaftsbewahrende, naherholungsgeprägte Nutzung der aufgeschütteten Altdeponien.

Übrigens: Die antragstellende Firma hat bereits die Talverfüllung (teilweise),  die Auffüllung und die zugegebenermaßen sehr gut gelungene Ausformung der Altdeponieberge verantwortet. Die Renaturierung hat sie jedoch nie abgeschlossen, weil der frühere Deponiebetrieb anscheinend nicht stillgegelt wurde.

Montag, 2. Dezember 2013 

 ”Natur, Landschaftsschutz und Deponien” – Beste Freunde?

In diesen Tagen tritt Bernd-Ulrich Netz als neue Leiter der Abteilung Naturschutz in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) in Hamburg seinen Dienst an. In einem Abendblatt-Interview vom 2.12.13 machte er eine interessante Bemerkung

“Zehn Prozent der Hamburger Landesfläche sind Naturschutzgebiete [...].
Und dann gibt es eine ganze Menge Flächen, die unbebaut, aber nicht geschützt sind
oder aber nur als Landschaftsschutzgebiet geschützt sind.”

Wir IgHM-Aktiven und unsere Unterstützer wissen es seit diesem Jahr ganz genau: Landschaftsschutzgebiete genießen keinen Schutz. Der Landschaftsschutz kann jederzeit aufgehoben werden.

In unserem Fall lief das mit dem Landschaftsschutz so:  Die Stadt Hamburg nahm nach längerer Planung bereits 2008 die vorgesehene Deponiefläche – das sogenannte Flurstück 11 -  an den westlichen Müllbergen aus dem Landschaftsschutz heraus, kaufte 2010 das Grundstück von privat auf und vermietete Ende 2011 an den privaten Antragsteller. Das gesetzlich vorgeschriebene Planfeststellungsverfahren wurde allerdings erst Mitte 2013 eröffnet.

Es ist Zeit, um auf der Hamburger Schutzgebietskarte die nördliche Hummelsbüttler Feldmark zu betrachten. Das geplante Deponiegelände liegt rechts (östlich) der Glashütter Landstraße. Es ist das schmale hellgrüne Rechteck neben dem Wort Landstraße.

Hummel-Feldmark-Landschaftsschutzgebiet-gross

Kleiner Tipp zum Thema “Aufhebung des Landschaftsschutzes“: Die letzte Seite des Newsletter-4-September-2013.pdf lesen

 

22. November 2013 – VORSICHT Erörterungstermin

ERÖRTERUNGSTERMINE können für Investoren unerfreulich werden

Wenn der Investor aus Glinde in Grande einen Rückzieher macht …

Ein Kiesabbau-Unternehmen aus Glinde (Kreis Stormann/Schleswig-Holstein) machte Ende November 2013 während eines Erörterungstermins in Grande (ebenfalls Kreis Stormann/Schleswig-Holstein) einen vorläufigen Rückzieher von seinen Kiesabbauplänen. Geplant war, auf ca. 81 Hektar Kies bzw. wertvollen Quarzsand abzubauen.

Der Grund für den Rückzug des Unternehmens während des Erörterungstermins waren laut Bürgermeister aus Grande die Bürgerproteste am Rande der Anhörung sowie die offensichtliche Sachkompetenz der Betroffenen, zu denen auch die örtlichen Gemeinden Grande, Witzhave und Kuddewörde zählen.

Quelle: Hamburger Abendblatt online vom 22.11.13 (online nicht frei verfügbar)

Was ist das Problem beim Kiesabbau?

  1. Kiesabbau bringt auf lange Jahre z.B. Schwerlastverkehr, Staubbelastung und z.T. geologische Probleme mit sich.
  2. Kiesabbau hinterlässt große Kiesgruben. Kiesgruben werden zumeist wieder verfüllt.
  3. Als Verfüllungsmaterial eignet sich Bauschutt und/oder Erdaushub.
  4. Es werden Voraussetzungen für Deponien der Klassen O-I-II geschaffen.

Das Problem ist, dass bereits solche Kiesgruben (und event. späteren Deponien) zu oft zu nahe an Siedlungen und/oder Naturschutzgebieten und/oder Naherholungsgebieten geplant werden.

 

Was sind die Fakten?

  1. Das Baugewerbe braucht Sand und Kies in immer größeren Mengen.
  2. Das Baugewerbe braucht Ablagerungsmöglichkeiten für Bauschutt und Erdaushub.

 

Was wäre die Lösung hinsichtlich des Bedarfs an Deponieraum für Bauschutt und Erdaushub?

  1. Kiesabbau sollte nur in wenig besiedelten Gegenden erlaubt werden, wo Menschen, Flora und Fauna nicht beeinträchtig oder gar geschädigt werden und die hydrogeologischen Begebenheiten für eventuell zukünftig optimal gesicherte Bauschutt- und Boden-Deponien der Klasse I und II umfangreich geprüft werden.
  2. Wissenschaftliche Forschung über Sanierungsmöglichkeiten von verseuchten Böden müsste viel stärker vorangetrieben werden.
  3. Auch Material der Deponieklasse I müsste stärker auf Recyclingmöglichkeiten (z.B. Verfüllung von Spundwänden)  geprüft werden, um zukünftige Altlastenmengen durch heutige neue Deponien gering zu halten.
  4. Deponie-auf-Deponie-Technik sollte nie zum Einsatz kommen, wenn die Altlasten der Altdeponien weder geklärt noch gesichert sind….

 

… und damit wären wir bei Punkt 5 wieder beim großen Problem “Neue Deponie auf alter Deponie an den Hummelsbüttler Müllbergen”.

IGHM – Was der Investor aus Tangstedt von unserer Interessenvertretung erwarten darf

Nicht erst zum Erörterungstermin für die Deponie”erweiterung” an den Hummelsbüttler Müllbergen wird sich der Investor aus Tangstedt auf geballte Sachkompetenz und weitere Proteste seitens unserer Initiative und unserer großen Unterstützergemeinschaft einstellen müssen. Wir halten keinen Winterschlaf, wir sind z.B. aktuell dabei, uns mit anderen Initiativen zu vernetzen. Die Hummelsbüttler FELDMARK ist kein Ort mehr für Deponierungen.

Anfang November 2013 – DAS GROSSE FLATTERN … legt die Küstenautobahn A20 lahm

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Sie haben es vermutlich alle mitbekommen. Fledermäuse legen den Ausbau der A 20 bei Bad Segeberg komplett lahm.

“Die Wirtschaft ist nach dem höchstrichterlichen Baustopp der A 20 bei Bad Segeberg entsetzt. Umweltschützer sind dagegen erleichtert. Am Mittwoch hatte das Bundesverwaltungsgericht den Klagen der Umweltschutzverbände BUND und Nabu stattgegeben. Der Planfeststellungsbeschluss für den Abschnitt von Weede bis Wittenborn sei rechtswidrig und nicht vollziehbar, so die Richter.” Zitat aus  NDR Regional  SH vom 7.11.2013

BUND und Nabu kämpften für das deutschlandweit größte Fledermausquartier. Und das ist auch gut so, denn… die Segeberger Kalkberghöhlen haben eine enorme Bedeutung für den Schutz von über 20.0000 Fledermäusen, denn diese Höhlen dienen den Fledermäusen als Nacht- und Winterquartier. (Sehenswert Noctalis in Bad Sesgeberg!)

Auch an unseren Müllbergen sind am geplanten Deponiegelände mindestens zwei Fledermausarten nachgewiesen worden, die sehr wahrscheinlich die Segeberger Kalksteinhöhlen als Winterquartier nutzen. 
Die Planungsunterlagen für die neue Deponie enthalten einiges an Lücken. Das trifft auch auf die bei Deponiebauten gesetzlich geforderte Umweltverträglichkeitsstudie UVS (vom Antragsteller in Auftrag gegeben) zu, die auch einen Artenschutzteil enthält. Lesen Sie selbst wie unsere Initiative-Rechtsanwälte über die laxe Behandlung des Artenschutzthema in der UVS urteilten.

“Die mangelnde Behandlung des Artenschutzes zeigt sich am Beispiel der Fledermäuse unmittelbar darin, dass zwar Vorkommen der Breitflügelfledermaus und der Zwergfledermaus (beide fallen unter Anhang IV der FFH-Richtlinie) festgestellt wurden, die Feststellungen aber vage bleiben. Die Untersuchung bestätigt das Bestehen von Nahrungshabitaten und „möglichen“ Tagesquartieren im Planungsgebiet und „nimmt“ Wochenstubenquartiere im Siedlungsbereich „an“. Quantifizierungen fehlen vollständig. Auf dieser Basis wird dann festgestellt, dass ein Verstoß gegen das Verbot des § 44 Abs. 1 Nr. 1 BNatSchG durch das Einhalten der Eingriffsfrist für Baumentnahmen vermieden werde und Störungen durch Schall- oder Licht nicht zu erwarten, und Fortpflanzung- und Ruhestätten auszuschließen seien…” Zitat aus der Einwendung gegen die Deponieerweiterung Hummelsbüttel der Kanzlei Klemm & Partner vom 9.10.2013.

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Wie gefährdet Fledermäuse inzwischen sind, haben wir in unserem IgHM-Newsletter Nr. 4 erwähnt.

Eine Abendblatt-Journalistin bat die Interessengemeinschaft um einen Vor-Ort-Termin an den Müllbergen.

Montag, 30.09.13 um 15 Uhr.

Terminbedingt waren wir ein kleinerer Haufen als beim Sonntags-Gipfel-Foto-Termin zwei Wochen zuvor.

Das Abendblatt wird sicherlich auch mit der BSU und der antragstellenden Firma in Kontakt treten.
Schließlich sollten alle Seiten für eine Berichterstattung zu Wort kommen dürfen.

 

Seit 30.08.2013 Hier bei uns Listen zum Ausdrucken & Unterschriften sammeln!

September 1st, 2013 | Posted by Admin SK in Termine - (Kommentare deaktiviert)

Einwendungen (Unterschriftenliste und mehr) gegen die neue Deponie

Vom 27. August bis 10. Oktober können alle Bürger/innen Einwendungen gegen die Deponiepläne erheben.

Alle Einwendungslisten und weiter Infos gibt es hier>

August: Newsletter 2

September 1st, 2013 | Posted by Admin SK in Dokumente - (Kommentare deaktiviert)

Unser 2. Newsletter

Newsletter-2-Muellberge-2013 (pdf)

Inhalt:

  1. Aktuelles
  2. Die Lage der geplanten Deponie in der Hummelsbüt
    tler Feldmark
  3. Der stille Umgang der BSU mit den Deponieplänen
  4. Ein denkwürdiges Gespräch in der BSU
  5. Bürgerbeteiligung im Planfeststellungsverfahren
    Einwendung ist nicht gleich Einwendung
  6. Rechtliche Grundlagen (für diejenigen, die sich
    intensiv einarbeiten wollen)

August: Newsletter 1

August 11th, 2013 | Posted by Admin SK in Dokumente - (0 Comments)

Unser 1. Newsletter

Newsletter-1-Muellberge-2013 (pdf)

 

Januar 2016
In der Hummelsbütteler Feldmark gibt es einen neuen Verein

  Verein-Feldmark-Foto-Plakat Der Verein „Erhalt der Hummelsbütteler Feldmark“ wurde Ende Januar 2016 gegründet.   Vereins-Homepage   http://feldmark.info/   Foto: Verein  Der Verein ist selbständig und organisatorisch nicht mit der Ig ”Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge (IgHM) verbunden.