Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge
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Hamburg im Klimawandel
Der Deutsche Wetterdienst stellt eine Studie zu den Auswirkungen des Klimawandels in Hamburg und seinem Umland vor. 

Wichtigste Erkenntnis: Es wird heißer in der Stadt. Andauernde Sommerhitze ist jedoch für manche Menschen geradezu gesundheitsgefährdend. Abkühlung tut Not. Außerordentlich wichtig für die notwendige nächtliche Abkühlung der Innenstadt in heißen Sommern sind Landschaftsachsen. Vor allem wenn sie auch noch bedeutende Kaltluftleitbahnen sind wie die Hummelsbüttler Feldmark.

Wir zitieren hier einige Auszüge aus der Welt online zur Studie:

Sommer in Hamburg werden heißer, Winter nasser

Bis 2050 wird die Durchschnittstemperatur in Hamburg laut einer Studie des Deutschen Wetterdienstes vor allem im Sommer deutlicher ansteigen als im Umland. Schuld daran ist der Wohnungsbau.

“Schon heute verzeichnet eine Großstadt wie Hamburg bis zu zehn Grad höhere Temperaturen als das Umland. Dies wird insbesondere in heißen Sommernächten spürbar. “Dort ist nun eine weitere Verstärkung der Wärmebelastung zu erwarten”, sagt DWD-Vizepräsident Paul Becker. Erfahrungsgemäß sei es in den dichtbesiedelten, citynahen Stadtteilen am wärmsten.”

“Sorgen machen Becker der demografische Mangel, da alte Menschen eher unter der Hitze leiden, sowie die heißen Nächte, die eine für die Gesundheit wichtige Abkühlung verhindern: Zurzeit erleben die Hamburger etwa jedes zweite Jahr eine Tropennacht, in der die Temperatur nicht unter 20 Grad sinkt. Künftig soll es durchschnittlich jedes Jahr eine geben.”
Quelle: Die Welt online vom 20.10.2015

“Die CDU-Opposition fordert angesichts dieser Erkenntnisse vom Senat, die Auswirkungen des Klimawandels bei der baulichen Verdichtung zu berücksichtigen. “Rot-Grün muss vor dem Hintergrund der Studie die Entscheidung, Grünflächen zukünftig mit Großsiedlungen zu bebauen, überdenken“, sagt die Abgeordnete Birgit Stöver.”

[Umweltsenator] Kerstan nannte Möglichkeiten: “Wichtig ist insbesondere der Erhalt unserer Landschaftsachsen, Parkanlagen und Straßenbäume.
Quelle: Die Welt vom 20.11.2015    Weiterer Bericht zur Studie im Abendblatt.

[Hervorhebungen im Text durch die IgHM]

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Polarbären: Arktische Opfer des weltweiten Klimawandels

Eisbaer-am-Verhungern

Verhungernder Eisbär.
© Facebook/Kerstin Langenberger

 

 

 

 

 

 

 

 

Unsere Initiative hatte bereits Ende September 2015 folgenden Beitrag auf dieser Homepage veröffentlicht.

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21. September 2015

Die Stadt, das Klima und das Luftwunder Hummelsbüttler Feldmark

Vom 21.- 24. September findet in Hamburg die 10. Deutsche Klimatagung statt. Die ersten Erkenntnisse lassen aufhorchen: Die Erderwärmung schreitet weiter voran und in Deutschland gab es in diesem Jahrhundert bereits die sieben wärmsten Jahre seit der Wetteraufzeichnung. Hitzestress und hohe Luftbelastung werden zukünftig während der Sommertage in den Innenstädten bedenklich zunehmen. Hier setzt die immense Bedeutung von Landschaftsachsen, wie der Hummelsbüttler Feldmark, am Rande der Städte ein.

Hummelsbuettler-Achse
Quelle: Transparenzportal Hamburg

Landschaftsachsen sind kaum oder wenig bebaute langgezogene offene Bodenfläche. Sie speichern besonders gut die nächtliche Feuchtigkeit und führen sie zusammen mit frischer Kaltluft aus dem Umland tief in die Stadt. Somit sorgen sie nach heißen Sommertagen für Abkühlung sowie Luftausgleich und tragen zur Verringerung der  Luftbelastung in den Innenstädten bei. Der Schutz dieser Frischluftkorridore könnte in naher Zukunft bei Hitzewellen für viele chronisch Kranke lebensrettend sein.

Schon im Herbst 2013 stellten wir Texte aus offiziellen Gutachten und Studien zur vielfältigen Bedeutung der Hummelsbüttler Feldmark für die Stadt Hamburg auf unsere Homepage. Die Klimatagung in Hamburg ist ein guter Anlass, sich nochmals mit dieser Feldmark zu beschäftigen.
Zusammenfassung unserer Webseite “Feldmark” (PDF)” 

Info-Broschüre Landschaftsachsenmodell
“Landschaftsprogramm Hamburg - Landschaftsachsenmodell - Gutachten im Auftrag der Umweltbehörde – Amt für Landschaftsplanung von 1985