Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge
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Die Hummelsbüttler Feldmark, Landschaftsschutzgebiet im Norden Hamburgs, bald … verändert

Muellberg-Suedhang-Blick-in-Feldmark-2014

An Hamburgs schönstem Ausblick im Norden – den alten begrünten Müllbergen in der Feldmark – will ein Bauentsorgungs-Unternehmen eine neue Boden-Deponie genehmigen lassen.  2013 erhoben knapp 10.000 Menschen Einwendungen. Nahezu alle Bürgerschaftsfraktionen lehnen die Deponie ab. Das Verfahren ist weiterhin offen.

Seit 2015 stellt unsere Initiative auch Infos zu Bebauungsplänen in der Feldmark online. Wir lehnen – wie die großen Umweltverbände BUND  und NABU - jegliche dauerhafte Bebauung der Feldmark und anderer Landschaftsschutzgebiete ab.

Abonnieren Sie den  Newsletter unserer Interessengemeinschaft “Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge (IgHM)“.  Mail an muelldeponie@gmx.org mit Betreff Anmeldung genügt.

Letzte Seiten-Aktualisierung Di 01.11.16 um 8 Uhr
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NOVEMBER 2016 Hummelsee in der Feldmark – still und einsam

hummelsee-herbst

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Oktober 2016

Baukran in Landschaft

Foto: Pixabay

Bauboom oder Bauwut?

Es fehlt unstrittig an neuen und vor allem “bezahlbaren” Wohnungen in Hamburg. Ob Hamburg in seinen Stadtgrenzen allerdings wirklich in nur einem Jahrzehnt bis zu 100.000 Wohnungen bauen (lassen) muss und ob das Bauen auf bisher (geschützten) Grünflächen “zwingend” ist, sollte man durchaus bezweifeln.
Zeit für eine kleine Presseschau der letzen Monate.

  • Alle in einem Boot” - Süddeutsche vom 29.09.16
  • Wir müssen an unsere grünen Reserven” - Abendblatt vom 03.08.16
  • Bis 2030 soll Hamburg um 100.000 Personen anwachsen“ – Welt vom 22.07.16
  • Dichter und höher” – Die ZEIT vom 31.05.16
  • “Gefährdete Lebensqualität”Mopo vom 19.05.16
  • Hier NEU Bevölkerungsentwicklung in Hamburg – Prognose 2015-2035 – Bericht des Statistikamt Nord vom 07.09.15 - Das Statistikamt hat für 2035 zwei Schätzwerte vorgelegt. Von 1 763 300 auf 1 837 500 (Anstieg um 74 200) oder auf 1 893 900 (Anstieg um 130 600).
    Die zentralen Fragen bleibt: Welche der zwei Schätzungen ist wahrscheinlicher? Will der Hamburger Senat den Zuzug nach Hamburg durch Wohnungsbau zusätzlich anheizen? Will Hamburg für Bebauungen auf keinen Fall den Schulterschluss mit den Umlandgemeinden?

Landschaftsschutz-Bebauung

Unserer Initiative liegen seit Spätsommer 2016 gesicherte Informationen vor, dass die Politik zukünftig “regulären” Wohnungsbau in der Feldmark anstrebt – unabhängig von einem noch ausstehenden Gutachten zur “Beurteilung von Wohnungsbaupotential in der Feldmark“.

Die Naturschutzverbände hatten schon Ende 2015 vermutet, dass die Expressbauten der Türöffner für reguläre Bebauung in Schutzgebieten sein werden. Eine unschöne Vermischung von Politik.

Die Politik darf sich sicher sein, dass Feldmark-Bau-Pläne keinen Applaus seitens der  Naturschutzverbände und der  Bürger/innen in Langenhorn, Hummelsbüttel und Poppenbüttel auslösen werden, um es mal außerordentlich diplomatisch auszudrücken.

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Express-Wohnungsbau in der Feldmark 2015-2017

Status Quo nach den Gesprächen zwischen Politik, Bürgerinitiativen & Interessenvertretungen über eine dauerhafte Feldmark-Bebauung. 

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Zitat von Fritz Schumacher, Hamburgs bedeutendsten Stadtplaner:
Bauflächen entstehen auch, wenn man sich nicht um sie kümmert.
Freiflächen verschwinden, wenn man sich nicht um sie kümmert.”

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BÜRGERBETEILIGUNG BEI PLANUNGEN DER VERWALTUNG UND DER POLITIK.
Fakten selbst recherchieren und aktiv werden

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August 2016

DEPONIE-Planfeststellungsverfahren

Deponieauffuellung_1986

Info aus der zuständigen Umweltbehörde 

Das Planfeststellungsverfahren ruht seit 2013. Das Entsorgungsunternehmen aus Tangstedt (Schleswig-Holstein) hat immer noch nicht die von der Behörde nachgeforderten Unterlagen eingereicht. Als Antragsteller hat das Unternehmen beim Verfahren die Zügel in der Hand. Das Verwaltungsgesetz sieht keine weiteren Fristen für Antragsteller vor,

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Januar/Februar 2015

Die geplante Deponie = politisch mausetot

Infoabend-2015-01-29-05Lesen Sie den Bericht zum Infoabend der IgHM Ende Januar 2015 mit Spitzenpolitikern der Hamburger Bürgerschaft sowie Fotos  auf unserer Webseite Aktionen.

Nichts ist politischer als Standorte für neue Deponien. Lesen Sie die Stellungnahmen aller Bürgerschaftsfraktionen - anlässlich der Bürgerschaftswahl am 15.02.2015 auf unserer Webseite- Politik.

 

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POLITISCHER WIDERSTAND gegen die “Erweiterung” der Deponie bereits in der Vergangenheit

Ein langer, langer Kampf gegen die Deponieerweiterung …  Politiker gegen Umweltbehörde

“Gegen eine Erweiterung der Bodendeponien in der Hummelsbütteler Feldmark haben sich die Kommunalpolitiker im Alstertal ausgesprochen. Sie befürchten, daß bei einer Ausweitung der beiden vorhandenen Müllberge die benachbarten Naturdenkmäler Ohlkuhlenmoor und Poppenbütteler Graben durch Salze zerstört werden. Die Umweltbehörde will das Deponiegelände für Bauschutt-Ablagerungen erweitern.”  Hamburger Abendblatt vom 01.07.1988

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Die (Hummelsbüttler) Müllberge

Die Müllberge liegen  zwar auf der nördlichen Gemarkung von Hummelsbüttel, aber eigentlich grenzen sie dicht an Langenhorn und Poppenbüttel. Auf Langenhorner Gebiet nennt man sie oft Langenhorner Alpen und in Poppenbüttel kennt man sie nur als Poppenbüttler Müllberge. Seit der Begradigung der Deponieaufhöhungen werden die Müllberge oft nur noch als Müllberg oder Monte Müll bezeichnet.

Sehr lesenswert ist der Aufsatz “Was steckt drin im Poppenbüttler Müllberg?”  aus dem Sammelband “Poppenbüttel” des Heinrich-Heine-Gymnasiums, Poppenbüttel.

Gründe gegen den neugeplanten Deponie-Standort

  • Die ungesicherten und ungeklärten Altlasten
  • Die ewige Hypothek durch die Altlasten
  • Die Lage in einem Landschaftsschutzgebiet
  • Der geringe Abstand zu Naherholungspunkten wie den Aussichtspunkten und dem Hummelsee
  • Die Verkleinerung des Luftströmungskorridors Feldmark in den Norden der Stadt
  • Die Vernichtung/Gefährdung der neu entstandene Flora und Fauna an der geplanten Deponiefläche
  • Die Unklarheiten über das Vorkommen geschützter Arten

Lesen Sie die 10 wichtigsten Argumente gegen die Deponie.

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Deponiegenehmigungen in HH = sehr selten

Foto: Privat Deponieauffüllung 1986

DEPONIEBEDARF – Ungereimtheiten

Wer hatte den Bedarf  festgestellt?
Das private Entsorgungsunternehmen 
oder die Stadt Hamburg?

Eine mehr als gewichtige Frage und die Antwort liefern folgende Quellen:

IgHM: Die Firma behauptete im August 2013 schriftlich, dass die Stadt Hamburg wegen Bedarf auf sie zugekommen sei. Quelle:  Von der BSU am 16.08.2013 an die  ca 45 Teilnehmer eines Infogesprächs ausgehändigtes Schriftstück.

“Die Initiative zur Erweiterung der Deponie an diesem Standort ging von der Firma Eggers aus.
Quelle: Antwort des Senats auf die Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Blömeke (Drucksache 20/9407)

“Die Erweiterung der am Standort vorhandenen Bodendeponie ist von der Firma beantragt worden.
Quelle: Anfrage des CDU-Bürgerschaftsabgeordneten Thering (Drucksache 20/9341).

IgHM: Die Behörden sahen die westliche Fläche der alten Müllberge als EINZIG geeignete Fläche an. Das ist mehr als merkwürdig, den ein dafür notwendiges Flächensuchprogramm in Hamburg und im Umland fand NICHT statt.

“Das Flurstück 11 war nach übereinstimmender Einschätzung des damaligen Immobilienmanagements der Finanzbehörde, der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt, der damaligen Behörde für Wirtschaft und Arbeit und des Bezirksamtes Wandsbek die einzige geeignete Deponieerweiterungsfläche.
Quelle: Antwort des Senats auf die Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Bill, Blömeke und  Duge (Drucksache 20/11211).

“Ein Standortsuchverfahren für das Deponievorhaben wurde durch die Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt nicht durchgeführt. Die Firma Eggers hat eine Erweiterung der am Standort vorhandenen privaten Deponie beantragt und in ihrem Antrag auch alternative Entsorgungsmöglichkeiten im Umland betrachtet.”
Quelle: Antwort des Senats auf die Anfrage der Grünen-Bürgerschaftsabgeordneten Blömeke (Drucksache 20/9191)

Quelle: Präsentation des Unternehmens am 23.01.2013 vor dem Umweltausschuss des Bezirks Wandsbek

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Alle Hervorhebungen durch die IgHM. Flurstück 11 = geplante Deponiefläche am Westhang der Hummelsbüttler Müllberge. Alle hier aufgeführten Dokumente sind via Internet oder Datenbanken der Bürgerschaft bzw. der Bezirksversammlung Wandsbek online frei zugänglich.

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Foto: Privat: Erdaushub auf der hinteren Bergkuppel – 2013

PLANFESTSTELLUNGSVERFAHREN

BEGINN des VERFAHRENS 30.08.2013

EINWENDUNGSFRIST-ENDE-10.10.2013

EINWENDUNGEN Knapp 10.000 ( Sammellisten/Einzeleinwendungen)

BEHÖRDLICHE ZUSTÄNDIGKEIT Die Hamburger Umweltbehörde.

ANTRAGSTELLER Ein privates Entsorgungsunternehmen aus Tangstedt/Schleswig-Holstein (früher Poppenbüttel/Hamburg)

WIE geht es  nach 2013 im Verfahren weiter?

Die Behörde prüft in den folgenden Monaten alle Stellungnahmen von beteiligten Fachbehörden und am Verfahren beteiligten Naturschutzverbänden und  alle Einwendungen von Bürgern. Am Ende der Prüfzeit und eventuellen Nachbesserungen der Pläne des Antragstellers steht der ERÖRTERUNGSTERMIN.

WANN wird der Erörterungstermin sein?

Völlig unklar. Falls es zum Termin kommt, werden dafür event. mehrere Tage angesetzt. Zitat aus dem Hamburgischen Verwaltungsverfahrensgesetz “Die Erörterung soll innerhalb von drei Monaten nach Ablauf der Einwendungsfrist abgeschlossen werden.” (HmbVwVfG § 73 Abs. 6 Satz 7)

WIE erfährt man vom Erörterungstermin?

Da es mehr als 50 Einwender gab, wird die Behörde den Termin in der lokalen Presse (Abendblatt & Mopo) und über den amtlichen Anzeiger bekanntgeben. Das muss mindestens eine Woche vor dem Termin erfolgen.

WER wird von der Planfeststellungsbehörde (Verfahrensführerin) zum Erörterungstermin eingeladen?

  • der Antragsteller inklusive beauftragte Experten, Gutachter
  • Vertreter der beteiligten Fachbehörden
  • Vertreter aller am Verfahren beteiligten Hamburgischen Naturschutzverbände
  • alle Einwender, egal ob eine individuelle Einwendung abgegeben wurde oder auf einer Unterschriftenliste unterschrieben wurde

WO wird der Erörterungstermin stattfinden?

  • Schule, CCH? Die Frage nach dem Ort ist noch völlig offen. Informationen zum Verfahren auch online auf der Website der Umweltbehörde.

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WO genau soll die Deponie hin?

In die nordöstliche Feldmark. Oberhalb des Naturschutzgebietes Hummelsbütteler Moore und des Hummelsees, direkt an den Westhang der alten Müllberge.

Deponieflaeche-nah-geplant-Quelle-googlemaps

Foto: google maps (ca. 2009). Geplante Deponiefläche rechts der Kennung K99.

WAS ist genau geplant?

Eine neue Deponie der Klasse I für „leicht kontaminierten“ Bodenaushub.  

  • 300.000 Kubikmeter “leicht” kontaminierter Bodenaushub
  • 40.000 Quadratmeter Gesamtabdeckung (die Hälfte der bestehenden Müllberge)
  • 40 Meter hoher neuer Berg westlich von den alten Bergen
  • bis zu 11 Jahren Deponiebetriebszeit und anschließend bis zu 3-5 Jahre Renaturierungszeit

“Leicht” kontaminierter Bodenaushub:

Die Schadstoffe und Schadstoff-Grenzwerte für Deponien der Klasse I sind in der Deponieverordnung auf den Seiten 29-40 festgelegt. Zugelassen sind z.B.:  Arsen, Blei Cadmium, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink. Chlorid, Sulfat, Cyanit, Fluorid, Barium, Chrom, Molybdän, Antimon, Selen.

Die alten Müllberge – aufgefüllte Bodendeponien

Die Müllberge sind kein unbelastetes Gebiet, sondern ein Gebiet mit ungeklärten und ungesicherten Altlasten.

Deponieauffuellung_1986

Foto: Privat (1986): Auffüllung der alten Bodendeponien auf insgesamt 70 m über Normalnull (40 m über Straßenniveau

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WIE sehen die Pläne konkret aus?

Präsentation der Deponiepläne durch die antragstellende Firma im Januar 2013 vor dem Umweltausschluß des Bezirks Wandsbek Präsentation der(pdf)

Präsentation der Deponiepläne durch die Behörde im August 2013 bei nicht-öffentlichen Info-Terminen. Kurz-Präesentation (pdf)

Veröffentlichung hier mit freundlicher Genehmigung der BSU.

___________________________________________________Diese Homepage ging am 1. September 2013 offiziell online.

Sie dient vor allem der Bereitstellung vonInfos und alten sowie neuen Quellen und Erkenntnissen zu den aktuellen Deponieplanungen, zur Vorgeschichte der Hummelsbüttler Müllberge und der Feldmark.

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