Grüne Zukunft für die Hummelsbüttler Müllberge
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Author Archives: RedakteurBO

24.04.2014 – Neue Satellitenaufnahmen

April 24th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Landschaftsschutz - (0 Comments)

Donnerstag, 24. April 2014

Neuere Satellitenaufnahmen und schwarze Löcher

Der google-Dienst “google maps” hat vor ein paar Tagen (hm, wann genau?) neuere Satellitenaufnahmen bereitgestellt. Ein Blick von oben in den Nachbarsgarten (Wasserrutsche sei Dank) offenbarte es: Die aktualisierten Aufnahmen sind vom Sommer 2013. Bisher waren die google maps Aufnahmen aus dem Jahr 2009.

Schauen Sie sich unsere grünen Müllberge und die ganze phantastische Feldmark von oben an. Auf unserer Feldmark-Seite  geht’s sofort zur neuen Ansicht.

Bei “google street view” gibt’s noch kein update. Die Bilder sind immer noch veraltet. A propos “google street view”… kennen Sie eigentlich buugle?

Nein? Schauen Sie mal beim NDR rein, es lohnt sich> buugle – was google kann….

Hier noch ein  anderer link auf  “buugle – was google kann… beim google Dienst youtube. Nur zur Sicherheit und als Alternative zum NDR. Beim NDR gibt es nämlich ab und zu mal tiefe schwarze Löcher, in die Videos von der NDR Homepage reinfallen und nie wieder gesehen werden. Man nennt diesen Vorgang “depublizieren“, ein wahres Trauerspiel im Web.

12.04.2014 – Die IgHM auf dem Langenhorner Markt

April 12th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Termine - (0 Comments)

Samstag, 12. April 2014 

Die Interessengemeinschaft auf dem wiedereröffneten Langenhorner Markt

Was für ein wunderschöner Tag auf dem Langenhorner Marktplatz.

Infostand Langenhorner Markt 2014

Lesen Sie, wie Kinder auf unseren kleinen Müllberg zum Ertasten reagierten.
Schauen Sie, wie (ungewollt) nahe uns die Senatorin für Stadtentwicklung und Umwelt kam.
Staunen Sie darüber, was die Umweltbehörde bereits 1986 feststellte.

Mehr aktuelle Fotos und Texte gibt’s unter Aktionen auf dieser Homepage.

09.04.2014 – Langenhorner ALPenTRAUM

April 9th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Altlasten - (0 Comments)

Mittwoch, 09. April 2014

LANGENHORNER ALPENTRAUM?

Sehr viele Menschen denken bei der Bezeichnung “Hummelsbüttler Müllberge”, dass die Müllberge nur was mit Hummelsbüttel zu tun haben. Tja, falsch gedacht. Die Müllberge sind dicht umgeben von Siedlungen auf Poppenbüttler und Langenhorner Boden. Und weil das so ist, heißen die Müllberge in Poppenbüttel  auch “Poppenbüttler Müllberge” und in Langenhorn spaßeshalber “Langenhorner Alpen”.

Damit die “Langenhorner Alpen” nicht zum Alpentraum werden, kämpft unsere Interessengemeinschaft gegen die Deponiepläne und für eine strengere Überwachung der Altdeponien. Wir wollen nicht eines Tages in der Zeitung lesen, dass es aufgrund hydrogeologischer Veränderungen im Untergrund der alten Deponie – als Folge der neuen Deponie –  zu großflächigen Verseuchungen der Böden in der Hummelsbüttler Feldmark und dem Raakmoor gekommen ist. Eine Flächensanierung würde die Stadt Hamburg und damit uns Steuerzahler viele Millionen Euro kosten. Von all den anderen Gründen gegen die Deponie ganz zu schweigen.

HAMBURGS ALPTRAUM 

Einen absoluten Alptraum erlebte Hamburg übrigens vor über 30 Jahren in Georgswerder, im Süden der Stadt. Aus der ehemaligen Deponie floss das Dioxin in Strömen. Die Presse berichtete jahrelang über diesen ungeheuerlichen Umweltskandal. Heute noch lesenswert ist ein Spiegel-Artikel aus dem Jahr 1985.

Die Sanierung von Georgswerder  verschlang bis heute um die 450 Millionen Euro. Jetzt ist die abgekapselte und streng überwachte Deponie ein Vorzeigeprojekt der Stadt. Vor ein paar Tagen meldete das Abendblatt gar, dass sogar Trauungen auf dem Deponiehügel stattfinden könnten.

Zitierte Quelle: “Ehemalige Müllkippe bietet jetzt Trauungen an” (Hamburger Abendblatt vom 07.04.2013).  Artikel online nicht aufrufbar.

Dienstag, 25. März 2014

DIE GLÄSERNEN BETONMAUERN DER HAMBURGER BEHÖRDEN

Am Wochenende meldete das Hamburger Abendblatt:

“Transparenzgesetz: Hamburger Behörden werden gläsern – Die Verwaltungsakte der Hamburger Behörden können bald von jedem eingesehen werden.”

Weiter im Text brandet geradezu Jubel auf: “Mit dem im Oktober 2012 verabschiedeten Transparenzgesetz strebt Hamburg als erstes Bundesland eine beinahe gläserne Verwaltung an.”

Erlauben Sie uns einen unqualifizierten Kommentar zu diesen Aussagen:   Hahaha … selten so gelacht.

Ja, in der Theorie hat Hamburg  seit 2013 ein Transparenzgesetz, auf dessen Grundlage Bürger/innen Auskünfte von der öffentlichen Verwaltung (Behörden usw.)  erhalten können.

Tja, in der Praxis sind der Auskunftspflicht gegenüber den Bürgern unglaublich viele Riegel vorgeschoben (Schutz öffentlicher Belange, Betriebs- und Geschäftsgeheimnisse usa.), abgesehen davon, dass die Auskünfte selbstverständlich nicht kostenlos zu bekommen sind.

Die erste und einzige Anfrage unserer Initiative im vergangenen Jahr hat uns angesichts der voraussichtlichen Kosten zurückschrecken lassen. Wir selbst sollten dafür bezahlen, dass ein Behördenmitarbeiter alle Akten vor der Einsichtnahme durchforstet und “schützenswerte” Passagen schwärzt, bevor wir die Akten überhaupt zu Gesicht bekommen sollten. Wir haben auf Akteneinsicht zur Deponiegeschichte verzichtet.
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Der verdammt lange Weg zur Freiheit von staatlichen Informationen

Die USA war einer der großen Vorreiter für die Informationsfreiheit. Mit der Verabschiedung des  “Freedom of information act” im Jahr 1966 (Novelierung 1974) schuf die USA die Voraussetzunge für alle Bürger, Einsicht in die Akten der Bundesverwaltung zu erhalten, ohne diesen Anspruch legitimieren zu müssen.

Deutschland brauchte 40 Jahre länger, bis es auf Bundesebene 2006 das Informationsfreiheitsgesetz  verabschiedete.

Hamburg brauchte weitere 6 Jahre, bis es das Hamburgische Transparenzgesetz verabschiedete.

Wahrlich kein Grund zum Jubeln. Der Weg zur Informationsfreiheit war in Deutschland ungewöhnlich lang und die Gesetze auf Länderebene ungewollt und ungeliebt. In den Behörden selbst gibt es außergewöhnliche Widerstände gegenüber Anfragen von Bürgern.

Soll das Hamburger Transparenzgesetz nicht zur Farce verkommen, ist die Hamburgische Bürgerschaft gefragt, ganz genau nachzuschauen, wenn Bürgern (und Initiativen) Akteneinsicht verweigert wird.

Quellen zum Thema Informationsfreiheitsgesetze:
Transparenzgesetz: Hamburger Behörden werden gläsern” (Abendlbatt online, vom 22.03.2014)

Wenn der Staat mauert” (Süddeutsche Zeitung vom 18.04.2013)

Hamburg öffnet den Aktenschrank” (Der Spiegel vom 13.06.2012)

Die Neugier des Bürgers genügt…vielfach dann doch nicht” (Süddeutsche Zeitung vom 09.05.2010) Tipp!!!

Er kam, um sich zu beschweren” [bei der NSA] (FAZ vom 26.02.2014)

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12.03.2014 – Das Gift in Hamburgs Böden

März 12th, 2014 | Posted by RedakteurBO in Altlasten - (0 Comments)

Mittwoch, 12. März 2014

DAS GIFT IN HAMBURGS BÖDEN – eine Fortsetzung

Die Sanierung des verseuchten Bodens in der Jarréstraße (Wäscherei) sensibilisiert auch wieder die Medien für das Thema Altlasten in Böden. Das Abenblatt berichtet aktuell über die Sanierung des Deponiegeländes an der Süderfeldstraße in Lokstedt:

“…Früher wurde hier Sand abgebaut. Eine Grube wurde 1946 wieder gefüllt [...]  die andere bis 1970 mit Bauschutt, Haus- und Sperrmüll geschlossen – insgesamt fast eine halbe Million Kubikmeter. Ende der 60er-Jahre kaufte die Stadt einen Teil des Geländes und errichtete dort, hinter dem Gymnasium Corveystraße, einen Sportplatz. Die übrige Fläche wurde von zwei Unternehmen als Betriebshof genutzt. Jetzt soll sie laut Bebauungsplanentwurf Lokstedt 62 mit 300 Wohnungen bebaut werden. Allerdings sind im Laufe der Jahrzehnte durch biochemische Abbauprozesse Methan und Kohlendioxid entstanden. …”

Quelle:  “Wo Gift in Hamburgs Boden lauert” (Abendblatt online, vom 12.03.2014)

METHANGAS  – ein Deponiegas

Gibt es Methangas an den Hummelsbüttler Müllbergen?
Ja. Methangas-Austritte sind der BSU bekannt und Methangas wurden auch im Zuge der gesetzlich vorgeschriebenen Umweltverträglichkeitsprüfung (vom Antragsteller 2013 durchgeführt) nachgewiesen. Bei einer Messbohrung trat sogar signifikant viel Methangas aus.

Alleine das Thema Methangas wirft Fragen auf

  • Wo bildet sich überall Methangas und wieviel? Auf der geplanten Überdeckelung der nördlichen Altdeponie oder auch an anderer Stelle?
  • Was ist wirklich drin in den Altdeponien und in den Aufschüttungen?
  • Sind mögliche weitere Ausblutungen aus den alten Deponiekörpern eine ewiges Restrisiko für die Umwelt?
  • Sind die Müllberge ein Sanierungsfall oder müssen die Müllberge nur stärker überwacht werden?
  • Wer haftet für zukünftige Umweltbeeinträchtigungen?
  • Sorgt die neugeplante Deponie (teilweise) auf der alten Deponie für Kurz-, Mittel- und Langzeitrisiken?
    Nach unserem aktuellen Wissensstand sind wir der Ansicht -  ja.

Das Planfeststellungsverfahren (2013-2014?) für die neue Deponie könnte – völlig unabhängig vom Ausgang – für viel Klärung sorgen.

Muellberge-Kuppel-Pferde-2013-03Südlicher Müllberg über dem Hummelsee (Privatfoto 2013)

Montag, 3. März 2014

HAMBURG UND DIE EWIGE LAST MIT VERSEUCHTEN BÖDEN

Seit Ende der 1970er Jahre führt Hamburg ein Altlastenkataster.  Aktuell listet die Umweltbehörde (BSU) 1657 altlastenverdächtige Fälle auf. Darunter auch äußerst haarsträubende Fälle wie die vom ehemaligen Wäscherei-Gelände in der Jarréstraße.

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Am 3. März 2014 meldete das Abendblatt:

“Sanierung des vergifteten Wäscherei-Geländes deutlich teurer”
“Dort hatte sich im Boden eine etwa 500 Meter lange Schadstofffahne aus Chlorierten Kohlenwasserstoffen (LCKW) gebildet, laut Umweltbehörde einer der größten Boden- und Grundwasserschäden der Stadt.”

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FAKTENLAGE

Verseuchte Böden – wie auf dem ehemaligen Wäscherei-Gelände – müssen vor Ort saniert oder abgetragen und deponiert werden. Hamburg verfügt aktuell über keine zulässigen Deponien. Entsorgungsunternehmen fahren seit Jahren unbelasteten und verseuchten Bodenaushub in Deponien der Klassen O, I, II und III  in Schleswig-Holstein bzw. Niedersachsen ab.

Für dieses Vorgehen gibt es einen gemeinsamen Abfallwirtschaftsplan, der aus klugen Überlegungen der Fachbehörde und der Politik aufgestellt wurde.

Der Abfallwirtschaftsplan bestätigt die Notwendigkeit, dass Stadtstaaten im Hinblick auf Deponieflächen NICHT mit Flächenstaaten wie Schleswig-Holstein und Niedersachsen verglichen werden können. Es sollte in Behörden und Politik eigentlich Konsens darüber herrschen, dass neue Deponien, wenn überhaupt, soweit wie möglich von Menschen und sensiblen Flächen eingerichter werden sollten. Aber diesen Konsens scheint es in Behörden und Politik aktuell nicht zu geben.

PROBLEMLAGE

Hamburg scheint entschlossen zu sein, einem privaten Entsorgungsunternehmen eine neue Deponie auf alten ungeklärten und ungesicherten Altlasten zu “schenken”. Diesen Eindruck bekommt man, wenn man sich sämtliche Fakten zum Fall der neuen Deponie an den Hummelsbüttler Müllbergen anschaut.

  • Die BSU geht mit dem antragstellenden Unternehmen bereits 2004 in die neue Deponieplanung (Scoring-Termin).
  • Die Planungen werden 2009 trotz neuer Deponieverordnung fortgesetzt.
  • Die Stadt Hamburg kauft 2011 ein für die neue Deponie notwendiges Privatgrundstück an den Müllbergen und verpachtet es quasi stante pede an das Entsorgungsunternehmen.
  • Die Stadt Hamburg eröffnet im Sommer 2013 auf Antrag des privaten Entsorgungsunternehmens das Planfeststellungsverfahren.
  • Ein übliches Flächensuchprogramm scheint zu keiner Zeit in Erwägung gezogen worden sein.
  • Die ungeklärten und ungesicherten Altlasten der früheren Deponien scheinen in der gesamten Planungszeit nicht als problematisch wahrgenommen worden sein, obwohl es eine ausreichende Aktenlage dazu gibt.

!!! STANDORTFRAGE !!!

Solange die Wissenschaft keine wirtschaftlich realisierbaren Entseuchungsmethoden für leichte bis schwer verseuchte Böden entwickelt hat, solange muss deponiert werden.

Das größte Problem dabei ist die Standortfrage. Damit MUSS sich die Politik bzw. der Gesetzgeber beschäftigen.Wenn es in einer bundesweiten Deponieverordnung keine wirklichen Kriterien für die Standortwahl – bezogen auf Mindesabstände ! zu Mensch und sensiblen Flächen -  gibt, muss jede Standortfrage über lange und teure individuelle Verfahren geklärt werden. Das ist sowohl für Planfeststellungsbehörden, als auch für Antragsteller und sämtliche betroffenen Interessengruppen nicht akzeptabel.

01.03.2014 – AUSBLICK auf 2014

März 1st, 2014 | Posted by RedakteurBO in Deponieerweiterung - (0 Comments)

Verlauf des Planfeststellungsverfahrens

Frühling/Sommer 2014
Die für die neue Deponiezuständige Planfeststellungsbehörde (BSU) ist seit dem Ende der Einwendungsfrist (Oktober 2013) in der Prüfphase. Die Behörde muss alle Stellungnahmen der beteiligten Fachbehörden und der Naturschutzverbände sowie alle Einwendungen von Bürgerinnen und Bürger prüfen und thematisch zusammenfassen.

Nachforderungen der Behörde an den Deponieantragsteller sind mehr als wahrscheinlich, denn in den Stellungnahmen & Einwendungen wurde mehrfach darauf hingewiesen, dass die Planungsunterlagen zum Teil unvollständig bzw. lückenhaft oder fehlerhaft sind.

Herbst & Winter
Die BSU geht seit Januar/Februar 2014 davon aus, dass vor Ende des Jahres 2014 kein Erörterungstermin angesetzt werden wird. Es könnte noch länger dauern und das ist gut so.

Am Ende des Verfahrens steht – ohne das Eingreifen der Politik – ein sogenannter Planfeststellungsbeschluß. Sollte er für die Deponie ausfallen, können Einwender und Einwenderinnen gegen diesen Beschluß vor Gericht ziehen.

IgHM-Mitglieder werden sich dieses Recht nehmen.

Am Sonntag, den 5. Januar.2014 um 11 Uhr lädt die SPD Hummelsbüttel wieder zu einem naturkundlichen Spaziergang rund um die Müllberge ein. Inklusive kleine Abstecher in die Hummelsbütteler Feldmark und in das Naturschutzgebiet Hummelsbütteler Moore.

Hummelsee

Die SPD-Mitglieder standen danach für Information und Diskussion zum Genehmigungsstand über die eventuell geplante Erweiterung der dortigen Bodendeponie zur Verfügung.

Siehe auch: http://www.wuzonline.de/?p=11453

HINWEIS der IGHM: Bedauerlicherwweise waren die Bezirkspolitiker immer noch nicht umfassend informiert über das Thema Deponeerweiterung. Der Kenntnisstand der SPD-Politiker über das gesamte Thema Deponie war  ziemlich optimierungsbedürftig.

Die DEPONIE am Rande der Bezirksgrenze Hamburg-Nord

DIENSTAG, 17. Dezember 2013, 18 Uhr – Die Umweltbehörde (BSU) wird  die Politiker im Bezirk Nord informieren

Die Behörde für Stadtplanung und Umwelt (BSU) informiert den UMWELTAUSSCHUSS der Bezirksversammlung Hamburg-Nord über die Deponie”erweiterung” in der Hummelsbüttler Feldmark.

Die Sitzung (pdf) des Umweltausschusses Hamburg-Nord war öffentlich. Es gab am Anfang eine Bürgersprechstunde.

Ausschuss für Umwelt, Verkehr und Verbraucherschutz
http://www.hamburg.de/hamburg-nord/bezirksamt-service/1737520/mitglieder-der-bv-nord.html

Empfehlung: Informieren Sie sich über die Bezirksversammlung in Ihrem Bezirk. Nächstes Jahr sind Bezirksversammlungswahlen in Hamburg.

ONLINE-PORTAL der Bezirksversammlung Hamburg-Nord
ONLINE-PORTAL der Bezirksversammlung Wandsbek __

Dienstag, 03. Dezember 2013 (bzw. KW 49/2013)

“Steigen bald Staubwolken hinter der Feldmark auf?”

Wochenblatt-Interview mit dem Entsorgungs-Unternehmer Ralf Eggers über die Sorgen der Anwohner angesichts der Deponie-Erweiterung

 

Zum Thema  “Sorgen der Anwohner
verweisen wir gerne beispielhaft auf die ungeklärten und ungesicherten Altlasten unter dem geplanten Deponiegelände und als Belege für unsere “Sorgen” auf die Zitate aus dem Gutachten der Stadt Hamburg aus dem Jahr 1986, sowie auf das Deponiekapitel des Gutachtens und auf unsere Chronologie. 

 

Was uns noch “SORGEN” macht an dieser geplanten Deponie:
Sie wird auf lange Jahre “unsere Landschaft” verschandeln.
Sie wird uns auf lange Jahre die Freude an der schönen Landschaft nehmen.
Sie widerspricht generell dem Gemeinwohl in Hamburgs Norden.
Sie unterminiert das Wohl und das Erholungsbedürfnis der umgebenden Bevölkerung.
Sie ist ein Symbol für das Eigeninteresse eines Unternehmens.
(siehe auch 10 Gründe gegen die neue Deponie weiter unten auf dieser Seite)

Zur Aussage der Fa. Eggers “Es handelt sich um Boden!
verweisen wir darauf, dass wir NICHT die einzige Initiative sind, welche die erlaubten Deponiematerialien für Deponien der Klasse I NICHT für unbedenklich halten. BEISPIELE: Deponie der Klasse I in Haaßel (Niedersachsen),  Deponie der Klasse I in Driftsethe (Niedersachsen) &  Deponie der Klasse I in Ramelow (Mecklenburg-Vorpommern)

 

Was uns noch zum Thema “BODEN” als Deponiematerial einfällt:
Die erlaubte “Zutaten” für Böden, die auf Deponien der Klasse I abgelagert werden dürfen (feste Grenzwerte vorgeschrieben):
Arsen, Blei Cadmium, Kupfer, Nickel, Quecksilber, Zink.
Chlorid, Sulfat, Cyanit, Fluorid, Barium, Chrom,
Molybdän, Antimon, Selen und event. Asbest (in big bags verpackt)

 

Zur Erinnerung …

10 Gründe gegen die geplante Deponie(erweiterung)  in der Hummelsbüttler Feldmark

  1. Es gibt am geplanten Standort ungeklärte & ungesicherte Altlasten in den alten Bodendeponien (Müllberge) und somit ungeklärte Sanierungsfragen
  2. Flora, Fauna, Naturliebhaber & Freizeitsportler in der Hummelsbüttler Feldmark müssten während  des ca. 11jährigen Deponiebetriebs mit Staub- & Schadstoffemissionen in Luft, Wasser & Boden der Hummelsbüttler Feldmark ertragen
  3. Das Grundwassers in der Hummelsbüttler Feldmark würde mittel- & langfristig bedroht sein > die Kleinmoore könnten zugrunde gehen
  4. Die existierende Flora & Fauna an den grünen Hängen der Müllberge würde geopfert werden bzw. stark bedroht sein. Der wachsende und fertige Deponieberg  im Westen würde den dringend notwendigen Biotopverbund zwischen der Feldmark und dem Wittmoor völlig ad absurdum führen.
  5. Die sauerstoffreiche Frischluftzufuhr aus SH über den Luftkorridor „Feldmark“ nach Hamburg hinein würde aufgrund des neuen Deponiebergs gestört
  6. Die neue Deponie würde eine extreme Veränderung des Landschaftsbildes der bereits begrünten Hummelsbüttler Müllberge darstellen
  7. Der metertiefe sandige Untergrund und der Deponiehang  ist aufgrund der Vorlasten absolut ungeeignet für eine weitere große Deponie
  8. Die geplante Deponie der Klasse I mit einer Höhe von 40 Metern (über Bodenniveau) und einer Gesamtfläche von 40.000 Quadratmetern könnte aufgrund ihres Gewichts die hydrogeologischen Verhältnisse bei den Altdeponien verändern > Mehr Sickerwässer aus den Altdeponien könnten herausgepresst werden
  9. Für die Standortwahl wurde kein Flächensuchprogramm durchgeführt. Hamburg kooperiert darüber hinaus seit Jahren in der Abfallwirtschaft mit den Nachbarbundesländern. Dort gibt es nachweislich Ausgleichsflächen.
  10. Bereits 1986 stellte die Umweltbehörde in einem Gutachten zur Feldmark fest,
    „…daß jede weitere Deponieanlage egal mit welchen Stoffen und unter welchem Namen
    […]  im Planungsraum Hummelsbütteler Feldmark nur abgelehnt werden kann.
    Weitere Zitate aus dem Gutachten der Umweltbehörde aus dem Jahr 1986 (pdf)

DIE ZUKUNFT DER MÜLLBERGE,
wie die IgHM sie sieht:

Ökologische, artenerhaltende, kulturlandschaftsbewahrende, naherholungsgeprägte Nutzung der aufgeschütteten Altdeponien.

Übrigens: Die antragstellende Firma hat bereits die Talverfüllung (teilweise),  die Auffüllung und die zugegebenermaßen sehr gut gelungene Ausformung der Altdeponieberge verantwortet. Die Renaturierung hat sie jedoch nie abgeschlossen, weil der frühere Deponiebetrieb anscheinend nicht stillgegelt wurde.

Montag, 2. Dezember 2013 

 ”Natur, Landschaftsschutz und Deponien” – Beste Freunde?

In diesen Tagen tritt Bernd-Ulrich Netz als neue Leiter der Abteilung Naturschutz in der Behörde für Stadtentwicklung und Umwelt (BSU) in Hamburg seinen Dienst an. In einem Abendblatt-Interview vom 2.12.13 machte er eine interessante Bemerkung

“Zehn Prozent der Hamburger Landesfläche sind Naturschutzgebiete [...].
Und dann gibt es eine ganze Menge Flächen, die unbebaut, aber nicht geschützt sind
oder aber nur als Landschaftsschutzgebiet geschützt sind.”

Wir IgHM-Aktiven und unsere Unterstützer wissen es seit diesem Jahr ganz genau: Landschaftsschutzgebiete genießen keinen Schutz. Der Landschaftsschutz kann jederzeit aufgehoben werden.

In unserem Fall lief das mit dem Landschaftsschutz so:  Die Stadt Hamburg nahm nach längerer Planung bereits 2008 die vorgesehene Deponiefläche – das sogenannte Flurstück 11 -  an den westlichen Müllbergen aus dem Landschaftsschutz heraus, kaufte 2010 das Grundstück von privat auf und vermietete Ende 2011 an den privaten Antragsteller. Das gesetzlich vorgeschriebene Planfeststellungsverfahren wurde allerdings erst Mitte 2013 eröffnet.

Es ist Zeit, um auf der Hamburger Schutzgebietskarte die nördliche Hummelsbüttler Feldmark zu betrachten. Das geplante Deponiegelände liegt rechts (östlich) der Glashütter Landstraße. Es ist das schmale hellgrüne Rechteck neben dem Wort Landstraße.

Hummel-Feldmark-Landschaftsschutzgebiet-gross

Kleiner Tipp zum Thema “Aufhebung des Landschaftsschutzes“: Die letzte Seite des Newsletter-4-September-2013.pdf lesen